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10. Parlamentarsicher Abend in Berlin

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Mit einem Ehrengast der Premiumklasse wartete der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) zu seinem 10. Parlamentarischen Abend in Berlin auf: Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert (CDU) hielt auf Einladung unseres Vorsitzenden Friedrich Bohl den Gastvortrag und begeisterte die zahlreichen prominenten Zuhörer des politischen Berlin.

Wenige Tage nach seiner eindrucksvollen und hochgeachteten Leitung der Bundesversammlung zur Wahl des neuen Bundespräsidenten präsentierte sich der protokollarisch zweithöchste Mann in Deutschland erneut in Topform: nachdenklich, tiefgründig, aber auch originell und feinsinnig beleuchtete Lammert das Weltgeschehen. Als er endete mit den Worten: "Wir sind in einer außerordentlich komplizierten Situation in Europa, aber es ist kein anderer Staat in einer annähernd so guten Situation wie Deutschland. Wenn das bleibt, haben wir alle einen guten Job gemacht", brandete lange Beifall auf.

Die Arbeit des BDV und seiner Mitglieder lobte Lammert als "hervorragendes gesellschaftliches und ökonomisches Engagement." Gerade in schwierigen Zeiten bestehe ein hoher Beratungs- und Erklärungsbedarf. Dieser Herausforderung stelle sich der Berater tagtäglich. Das "intensive Nachdenken über Einkommens- und Vermögensverteilung", so Lammert, erfordere jedoch permanent ein hohes Maß an seriösem Handeln. Der Bundestagspräsident plädierte dafür, nicht alles durch den Gesetzgeber zu regeln, was auch eigenverantwortlich gelöst werden könne. Lammert: "Schöner wäre es, wenn der Gesetzgeber nicht alles regeln müsste."

Hr. Bohl + Hr. Lammert

BDV-Vorsitzender Bohl, der sich und seine Familie zuvor als "Lammert-Fans" bezeichnet hatte, bescheinigte dem langjährigen Weggefährten aus dem Deutschen Bundestag immer mit "Humor und Attacke" gearbeitet zu haben. Lammert beendet nach dieser Legislaturperiode seine politische Laufbahn. Bohl würdigte ihn: "Die deutsche Politik wird ein markantes Gesicht verlieren."

Zu Beginn hatte Friedrich Bohl in der Parlamentarischen Gesellschaft gegenüber des Reichstages die Gäste begrüßt und widmete sich in seiner Willkommensrede den tagesaktuellen Themen des Verbandes.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen (Niedrigzins!) bescheinigte er den fast 11.000 Mitgliedern des Verbandes zu einem "erfolgreichen Jahr" beigetragen zu haben. 2,6 Millionen Verträge wurden abgeschlossen. Bei den rund 450.000 im Jahr 2016 vermittelten Lebensversicherungsverträgen gab es lediglich zwei Beanstandungen durch die BaFin.

Das Thema Altersvorsorge stehe nach wie vor ganz oben auf der gesellschaftspolitischen Agenda. Bohl: "Die enormen Herausforderungen, die sich zusätzlich durch den demografischen Wandel in Deutschland ergeben, machen die Notwendigkeit des eigenen, individuellen Engagements für die private Absicherung im Alter wichtiger denn je! Gemeinsam müssen wir daher verstärkt aufklären." Als "unverantwortlich" bezeichnete es Bohl, wenn durch die Politik oder mangelnde Objektivität mancher Verbraucherschützer immer wieder Verunsicherung in die Gesellschaft getragen werde. Ein Satz wie "Riester ist gescheitert" verbiete sich eigentlich angesichts von 16 Millionen Bundesbürgern, die dieser Anlageform vertrauten.

Generell plädierte Bohl dafür, die bürokratischen und gesetzgeberischen Anforderungen für die Branche nicht zu überziehen. Als Beispiel nannte der BDV-Vorsitzende eine vorgesehene Aufzeichnungspflicht von Telefongesprächen (innerhalb der MiFID 2), enorme Verwaltungsprobleme bei der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und die Eingriffe und Überlegungen der Europäischen Versicherungsaufsichtsbehörde EIOPA bei der Vermittlung von Versicherungen.
Bohl: "Es grenzt langsam schon an ideologische Verblendung, wenn die europäischen Aufsichtsbehörden immer wieder aus eigenem Antrieb komplett entgegengesetzt zum Willen der europäischen Richtliniengeber versuchen, die Provisionsberatung in Misskredit zu bringen." Die Tendenz des Gesetzgebers, so der frühere Spitzenpolitiker Bohl, die Finanzdienstleistungsprovisionen zu deckeln, passe nicht in die Zeit: "Gute Beratung hat ihren Preis."
Er erwähnte jedoch auch positiv, dass der Verband permanent die Aktivitäten der Institutionen in Berlin und Brüssel verfolge und bei einem aktuellen Vorschlag von EIOPA Verbesserungen feststellen könne.

Hr. Riester

Gruppe 10 PA


Die Gästeliste war eindrucksvoll: Finanz-Staatssekretär Michael Meister und Christian Hormuth, Director bei Allianz Global Investors, vertieften Europafragen, die ehemaligen Minister Walter Riester und Dr. Franz Josef Jung sah man unter anderem in intensivem Austausch mit den Mitgliedern des Parlamentarischen Beirates des BDV: den Bundestagsabgeordneten Marcus Held und Manfred Zöllmer (beide SPD), Antje Tillmann, finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und dem CSU-Kollegen Hartmut Koschyk. Christoph Schmallenbach, Vorstandsvorsitzender der Aachen Münchener und Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI, waren von der Rede des Bundestagspräsidenten genauso begeistert wie Thorsten Michalik vom DWS und Dr. Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des GDV. Dr. Erich Paetz, Ministerialrat im Bundesjustizministerium schaute ebenso vorbei wie Hans-Ulrich Buß, Präsident vom VGA. 

 
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