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11. Parlamentarischer Abend in Berlin

Der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) lud zum 11. Mal zu seinem Parlamentarischen Abend ein und sein Vorsitzender Friedrich Bohl konnte in den Räumen der Parlamentarischen Gesellschaft zahlreiche Repräsentanten des politischen Berlins begrüßen. Namhafte Vertreter aus Spitzenpolitik, Unternehmen und Verbänden tauschten sich über aktuelle Themen aus.

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Prominenter Ehrengast war Uwe Beckmeyer, SPD, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, der die kurzfristig verhinderte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries vertrat. Der Regierungsvertreter lobte den BDV für die professionelle Präsenz in der Hauptstadt: "Sie sind erster Ansprechpartner in Sachen Altersvorsorge und einem hohen Standard verpflichtet." Die 11.000 BDV-Mitglieder leisteten ausgezeichnete Arbeit in Fragen der Vermögensberatung.

Der SPD-Politiker aus Bremerhaven plädierte für eine Politik, die sich auch und vor allem dem Bürokratieabbau verpflichtet fühle. Die Spitze des Bundeswirtschaftsministeriums sei sich bewusst, dass man Regulierung nicht überstrapazieren dürfe.

Der Vorsitzende Friedrich Bohl dankte dem Regierungsvertreter für die "Vielzahl von pragmatischen Lösungsansätzen". Zuvor hatte er in seiner Begrüßungsrede tagesaktuelle Themen gestreift, aber auch konkrete Punkte angesprochen, die unseren Verband beschäftigen.

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Zu Beginn lobte Bohl die Arbeit der 11.000 Vermögensberater ausdrücklich: "Rund 2,5 Millionen Verträge wurden im vergangenen Jahr trotz widriger Rahmenbedingungen vermittelt, 6 Millionen Kunden konnten Vermögensaufbau und Vermögenssicherung betreiben. Und von rund 413.000 im Jahr 2017 vermittelten Lebensversicherungsverträgen gab es keine einzige berechtigte Beanstandung bei der BaFin." Das sei für die Qualität der Beratung und Vermittlung durch die BDV-Mitglieder eine wichtige Feststellung, so der frühere Kanzleramtschef.

Bohls Fazit und damit auch so etwas wie der Kernsatz: "Ein gesicherter Lebensstandard im Alter ist ohne private Altersvorsorge nicht möglich." Der BDV erwarte auch von der neuen Bundesregierung ein starkes Engagement für die Sensibilisierung der Bürger und eine breite Aufklärungsarbeit für die Notwendigkeit der zusätzlichen privaten Vorsorge.

Auf mehrere Fachthemen ging unser Vorsitzender in Anwesenheit zahlreicher Bundestagsabgeordneter genauer ein:

Bei der Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD sehe der BDV noch Korrekturbedarf bei dem Vorschlag einer flächendeckenden Lernerfolgskontrolle. "Wie soll bei Präsenzveranstaltungen eine Lernerfolgskontrolle aussehen?" Das sei allenfalls bei ganz bestimmten Lernformaten denkbar. Hier solle man sich doch stärker an praktischen Lösungen orientieren.

Bei der nationalen Umsetzung der MiFID II-Richtlinie beschäftigte sich Bohl mit der vorgesehenen Aufzeichnungspflicht von Telefongesprächen. 

Genügend Gesprächsstoff also für die Gäste. Der Alterspräsident des Deutschen Bundestages, Hermann Otto Solms (FDP), hörte den Ausführungen genauso gespannt zu wie Ex-Arbeitsminister Walter Riester (SPD). Von Seiten der DVAG waren die Vorstandsmitglieder Dr. Udo Corts, Hans-Theo Franken, Christian Glanz, Lars Knackstedt und Dr. Helge Lach, sowie Wolfgang Bruchmann von der Allfinanz, anwesend. Auch Christoph Schmallenbach, Vorstandsvorsitzender der Aachen Münchener und sein Vorstandskollege Peter Heise sowie Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI, fanden Gesprächspartner aus der Politik. Genauso wie Christian Hormuth, Director bei Allianz Global Investors.

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Viel Fachwissen war vor allem durch die Abgeordneten des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages vorhanden. Besonders gefragt war auch Antje Tillmann, finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die Diplom-Finanzwirtin aus Thüringen sitzt bereits seit 2002 im Bundestag und war u. a. in intensiven Gesprächen mit dem stellvertretenden BDV-Vorsitzenden Dr. Helge Lach zu sehen. Florian Toncar, finanzpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, kehrte bei den letzten Bundestagswahlen ins Parlament zurück und freut sich auf spannende vier Jahre.


 

 
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