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41. BDV-Hauptversammlung in Wiesbaden

Am 22. Mai 2014 war Wiesbaden für einen Tag der Nabel der Vermögensberaterwelt: Der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) lud zur 41. Hauptversammlung in die Rhein-Main Hallen ein. Was niemand ahnte: Es sollten die letzte BDV-Hauptversammlung mit „unserem Doktor“ sein. Aber dazu nachher mehr.

Aus dem gesamten Bundesgebiet reisten über 2.000 BDV-Mitglieder und Gäste in die hessische Landeshauptstadt. Sie konnten sich einmal mehr davon überzeugen, dass ihr Verband solide wirtschaftet und als größte berufsständische Interessenvertretung der selbständigen Vermögensberater in Deutschland ihre Belange erfolgreich auf nationaler und internationaler Bühne vertritt.

Die hervorragende Vernetzung zeigte sich einmal mehr im spannenden Rahmenprogramm zur BDV-Hauptversammlung, zu dem Topredner aus erster Hand über neueste Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und auf dem Kapitalmarkt berichteten.


Der BDV-Vorsitzende Friedrich Bohl freute sich über das auch 2014 außerordentlich große Interesse an der Hauptversammlung und hieß die zahlreichen Teilnehmer und Gäste im Saal herzlich willkommen. In seiner Begrüßungsrede hob er den BDV-Ehrenvorsitzenden Professor Dr. Reinfried Pohl sowie seine Söhne Andreas Pohl und Reinfried Pohl besonders hervor. Ein besonderer Willkommensgruß galt auch den anwesenden Vorständen der BDV-Fördermitglieder AachenMünchener, Advocard, Allfinanz Deutsche Vermögensberatung, Central Krankenversicherung, Deutsche Bausparkasse Badenia, Deutsche Vermögensberatung und DWS. 

 

 

Als „Höhepunkt des Tages“ kündigte Bohl die Rede des Ehrenvorsitzenden Professor Dr. Reinfried Pohl an, der den BDV 1973 gründete.
In seinem Vortrag hob Dr. Pohl einmal mehr einige der zahlreichen Vorteile hervor, die der Beruf des Vermögensberaters mit sich bringe. „Nichts kann menschliche Kontakte übertreffen oder ersetzen“, so lautete sein Credo, und so werde der Beruf des persönlichen Vermögensberaters weder von der fortschreitenden Globalisierung noch der weiteren Verbreitung des Internets bedroht werden, ganz im Gegenteil. Der Vermögensberaterberuf stecke voller Chancen und Möglichkeiten. Und dass diese heute von so vielen genutzt werden können, ist insbesondere den drei wichtigsten beruflichen Lebensleistungen des BDV-Ehrenvorsitzenden zu verdanken. Dr. Pohl nannte hier die von ihm entwickelte Allfinanzkonzeption, die Schaffung des Berufsbildes „Vermögensberater“ sowie die Gründung einer leistungsfähigen Betreuungsgesellschaft für Vermögensberater.
 


Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt die Bedeutung seiner Worte einschätzen. Diese letzte, vor großem Publikum gehaltene Rede unseres Verbandsgründers wird für alle Zeiten im Gedächtnis der Tagungsteilnehmer bleiben und zugleich Ansporn und Verpflichtung für seine Vermögensberaterinnen und Vermögensberater bleiben. In tiefer Trauer und mit großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem Gründer und Ehrenvorsitzenden. Er war die Seele unserer beruflichen Familiengemeinschaft. Wir danken ihm. Sein Lebenswerk ist uns Verpflichtung. Wir werden alle gemeinsam seinen Weg weitergehen! Danke Doktor Pohl!

 

 
Dem flammenden Plädoyer für den Vermögensberaterberuf folgte ein engagierter Beitrag des Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner.


Seine Rede stellte der FDP-Politiker, der zugleich Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen ist, unter das Oberthema „Mehr Mut zur Marktwirtschaft“. Dabei stellte er mit Sorge fest, dass viele Menschen in Deutschland immer weniger von sich selbst und immer mehr vom Staat erwarten. Eine solche Staatsfixierung sei aber fatal, viel mehr brauche man in Deutschland mehr Bürgervertrauen. Er warnte davor, dass Deutschland nach der stabilitäts- und wachstumsorientierten Politik der letzten Jahre, durch die auch seine internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wurde, gewonnene Vorteile nun mit übermäßigen Wahlgeschenken wieder verspiele. Er appellierte daran, dass Deutschland lieber Altschulden tilgen statt neue aufnehmen solle. Das sei nicht nur ökonomisch klug, sondern auch eine Frage der Generationengerechtigkeit.

Auch im Hinblick auf die bevorstehende Europawahl trat nach Christian Lindner der Leiter des ZDF-Studios in Brüssel, Udo van Kampen, auf die Rednerbühne und berichtete aus erster Hand aus der Hauptstadt Europas, in der große Politik gemacht wird. Der bekannte Auslandskorrespondent warb für mehr Integration in Europa. Er verwies auf die zahlreichen Vorteile, die mit einem gemeinsamen Europa und einer gemeinsamen Währung verbunden seien. Und davon würde Deutschland in besonderer Weise profitieren. Und van Kampen ist sich sicher, dass es beim Thema des Zusammenrückens in Europa keinen Weg zurück, sondern nur einen nach vorne gebe. Allerdings erfordere dieser Mut und Entschlossenheit, gerade auch von Deutschland.

  

 

Über Europa, den Euro und Kapitalanlagen in Zeiten europäischer Niedrigzinsen sprach nach Udo van Kampen die ARD-Börsenexpertin Anja Kohl. Die Moderatorin bei der Börsenredaktion des Hessischen Rundfunks betonte, dass trotz des erheblichen Kursanstiegs an den Börsen und den Niedrigzinsen immer noch extrem viel Geldvermögen auf Sparbüchern liege. Dabei sei das Potenzial von anderen Anlageformen noch gar nicht ausgeschöpft, wie aus ihrem Marktüberblick zu erkennen war. Auch für Kohl ist Europa Gegenwart, Heimat und Zukunft. Sie hielt ein Plädoyer für den Euro. Allerdings müsse man auch persönlich aktiv werden. Das größte Risiko für Anleger sei, bei null Zinsen und negativen Realzinsen nichts zu tun. Zuschauen, wie trotz sehr niedriger Inflation das Geld schleichend weniger wird, sei die falsche Devise.

Zum Abschluss der BDV-Hauptversammlung ließ es sich der BDV-Vorsitzende Bohl nicht nehmen, über 40 Verbandsmitglieder für ihr herausragendes Engagement in den Prüfungsausschüssen der Industrie- und Handelskammern auszuzeichnen

Damit ging eine spannende und sehr informative BDV-Hauptversammlung zu Ende. Die nächste BDV-Hauptversammlung findet am 7. Mai 2015 in der Jahrhunderthalle Frankfurt-Höchst statt – es wird in der mehr als 40-jährigen Geschichte des Verbandes dann die erste Mitgliederversammlung ohne unseren Gründer Prof. Dr. Reinfried Pohl sein. Wir werden ihn nie vergessen!
 

 
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