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42. BDV-Hauptversammlung in Frankfurt

Hr. BohlSpitzenpolitiker aus Deutschland und Europa, Top-Berufsnachwuchs unterhaltsam und informativ auf der Bühne und ein Vorsitzender des Verbandes in Bestform – unter diesem Dreiklang glänzte die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV) jetzt in der Jahrhunderthalle von Frankfurt. Vorsitzender Friedrich Bohl (er und seine Stellvertreter sowie die Mitglieder des Hauptausschusses wurden bei den turnusmäßig stattfindenden Wahlen mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt) führte vor 1800 Gästen durch das hervorragend besetzte Programm. Zu Beginn erinnerte Bohl daran, dass es unsere erste Mitgliederversammlung ohne den „Doktor“ sei.

Am 12. Juni 2014 verstarb Verbandsgründer Prof. Dr. Reinfried Pohl im Alter von 86 Jahren. Bohl: „Wir denken an ihn in dankbarer Erinnerung. Er bleibt uns Vorbild.“ In Anwesenheit der Söhne Andreas und Reinfried Pohl sowie zahlreicher Vorstandsvorsitzender und –mitglieder aus den Reihen der Fördermitglieder erinnerte eine gelungene Bilderreise noch einmal an das Lebenswerk und die gesellschaftspolitischen Leitsätze von Prof. Dr. Reinfried Pohl.

saalVergangenheit und Gegenwart verband Friedrich Bohl mit eindringlichen Sätzen: „Erfolg hat man nur gemeinsam oder gar nicht.“ Bohl verwies auf die Erfolge des Verbandes in seiner politischen Wirkung und empfahl auch mal eine ordentliche Portion Optimismus: „70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg steht Europa besser da denn je. Das dürfen wir nicht immer schlechtreden.“

Die Politik bestimmt maßgeblich die Arbeit der Vermögensberater. Nachrichten aus erster Hand, aus Brüssel und Berlin stillten das Informationsbedürfnis der Mitglieder und Gäste.

Hessens Finanzminister Thomas Schäfer, MdL (CDU), sieht eine „Herkulesaufgabe“ bei den Vermögensberatern: „Sie machen sich Sorgen um Millionen Menschen und ein gesichertes Leben auch im Alter. Das ist eine enorme Herausforderung, gerade im aktuellen Zinsumfeld.“ Der Staat könne immer weniger zu existenziellen Fragen der Bürger beitragen. Für 2060 werde beispielsweise ein Beitragssatz zur Rentenversicherung von 30 Prozent erwartet und gleichzeitig jedoch das Rentenniveau weiter sinken. Der demografische Wandel werde sich in den kommenden Jahren extrem bemerkbar machen. Soziale Schieflage könne nur durch private Vermögensbildung ausgeglichen werden.

Kramp-KarrenbauerDie saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, MdL, setzte sich in ihrer Rede mit den Gründen der Wirtschafts- und Finanzkrise und den anschließenden Konsequenzen auseinander. Sie lobte die neu geschaffenen europäischen Sicherungssysteme und benutzte immer wieder ein Schlüsselwort: Vertrauen. Darauf basiere das gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Miteinander: „Vereinbarungen müssen eingehalten werden. Gerade in der Politik.“

Vermögensberater sind nach Ansicht der CDU-Politikerin bei den großen Herausforderungen der Zukunft in einer Schlüsselposition: „Die Zeiten sind unwiderruflich vorbei, in denen nur der Staat die Alterssicherung garantieren konnte. Jeder wird privat vorsorgen müssen.“ Und sie versprach: „Ich will dafür keine gesetzgeberische Überregulierung, damit eine vernünftige Beratung auch noch möglich bleibt.“ Zum Abschluss lobte sie den BDV für seine sich selbst gesetzten Qualitätsstandards.

Mit Jörg Asmussen, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, berichtete ein Berliner Spitzenpolitiker von den neuesten Plänen der Bundesregierung. Asmussen verwies noch einmal darauf, dass die Große Koalition aus Union und SPD neben dem gesetzlichen Pfeiler auch künftig auf den Ausbau der betrieblichen und der privaten Altersvorsorge setze. Steuerliche Anreize für kleine und mittlere Unternehmen sollten das Instrument der betrieblichen Altersvorsorge unterstützen. Da wisse er auch Ministerin Andrea Nahles (SPD) auf seiner Seite. Und die Niedrigzinsphase dürfe kein Grund sein, die Altersvorsorge aufzuschieben.

AsmussenDr. Langen

 

Der Themenfocus wanderte von Berlin nach Brüssel mit dem CDU-Europaabgeordneten Dr. Werner Langen. Der europäische Spitzenpolitiker ist Berichterstatter für die Versicherungsvermittlerrichtlinie IMD2 und versorgte die Gäste mit den aktuellsten Informationen aus den Verhandlungen. Langen stellte unmissverständlich klar, dass er bei der Vermittlung von Versicherungen auch in Zukunft kein Provisionsverbot akzeptieren will: „Da gibt es rote Linien, die dafür nicht überschritten werden.“ Vermögensberater müssten sich zwar auf mehr Transparenzanforderungen einstellen, aber so Langen, weiter: „Überregulierung des Gesetzgebers unter dem Vorwand Verbraucherschutz muss vermieden werden.“

Das Motto der Mitgliederversammlung „Vermögensberatung - Sein Konzept / Unser Beruf / Ihre Zukunft“ wurde lebendig und anschaulich, als zum Schluss sechs junge Vermögensberater unter der flotten Moderation von DVAG-Vorstandsmitglied Dr. Dirk Reiffenrath aus Ihrem Vermögensberater-Leben berichteten. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Vorteile der Selbstständigkeit und „coole Momente“ im Beratungsalltag – davon konnten authentisch und informativ Tamara Weber, Stephanie Hoell, Sascha Rabe, Matthias Buhl, Bernd Schwarz und Nicolas Schmitt erzählen. Sechs unterschiedliche Lebenswege und viele Gemeinsamkeiten – so fügte sich ein interessantes Gesamtbild zusammen.

Die 35jährige Stephanie Hoell stieg 2007 ins elterliche Unternehmen ein. Die Mutter eines sieben Monate alten Sohnes kommt aus einer Vermögensberaterfamilie und schätzt es, Beruf, Familie und Freunde perfekt und flexibel in Einklang bringen zu können. Werterhaltung des Familienbetriebes und nachhaltiges Gestalten, stehe bei ihr im beruflichen Mittelpunkt. Stephanie Hoell baut auch auf ein perfektes Zeitmanagement. Der 42jährige Sascha Rabe (einst Deutschlands jüngster Bankdirektor) freut sich, dass er heute selbstständig arbeiten, seine unternehmerische Kompetenz einbringen kann und „nicht mehr Produkte vom Abreißblock“ verkaufen muss. Kunden- und Mitarbeiterorientierung waren seine Schlüsselworte. Tamara Weber verwies darauf, dass gerade auch Frauen im Beruf und im Verband Karriere machen könnten. Die 37jährige sieht die perfekte Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Selbstständigkeit.

Gruppe

Nikolas Schmitt wurde von seinem Vater, einem langjährig erfolgreichen Vermögensberater, bereits nach dem Schulabschluss auf den Weg gebracht. Ein junges Team unterstützt ihn heute in der Ko-Existenz von Tagesgeschäft und einem Studium an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW). Bernd Schwarz liebt die Kundenanalyse. Der 34jährige kniet sich mit Leidenschaft in die Gesamtsituation des Kunden: „Wichtig ist mir die ganzheitliche Betrachtung.“ Und Matthias Buhl beeindruckte trotz seiner erst 28 Jahre mit Abgeklärtheit und individuellem Lebensweg. Abitur, Studium, Gründer eines Start-Up-Unternehmens und heute überzeugter Vermögensberater: „Das ist die coolste Art der Selbstständigkeit.“

Die Performance der jungen Vermögensberater mit ihren Berichten aus beruflichem und privatem Lebensalltag spiegelte zum Schluss dieser Mitgliederversammlung noch einmal einen der Grundsätze perfekt wider: Werte der Vergangenheit schützen, Herausforderungen der Gegenwart annehmen und Zukunft gestalten.

Friedrich Bohl schloss die Versammlung mit dem Hinweis, dass die nächste Hauptversammlung erst im Jahr 2017 stattfindet und bedankte sich bei allen Mitgliedern für Ihren Einsatz.


 

 
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