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BDV lädt zum Stelldichein der Politik

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Am 17. April 2013 war es mal wieder soweit: Der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) lud zum Parlamentarischen Abend nach Berlin. Was 2006 in den Räumen der Parlamentarischen Gesellschaft begann, hat sich mittlerweile zu einer Tradition entwickelt: das jährliche Treffen des Vorstandes und der Geschäftsführung des BDV mit Spitzenpolitikern und Repräsentanten der Wirtschaft in der Bundeshauptstadt. Sommerliche Temperaturen und ein exzellentes Buffet schufen ein angenehmes Klima zum intensiven Gedankenaustausch zwischen Wirtschaft und Politik, bei dem es auch um die Artikulierung der beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen der  über 11.000 BDV Mitglieder gegenüber den Entscheidungsträgern ging, die in Berlin für die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Tätigkeit von Vermögensberatern zuständig sind.

Als größte berufständige Organisation der selbständigen Vermögensberater hat der BDV mit seiner Stimme längst ein großes Gewicht in der Öffentlichkeit und in der Politik. Das ist nicht zuletzt auch dem hohen Ansehen und der hervorragenden Vernetzung des BDV Vorsitzenden Friedrich Bohl sowie der BDV-Geschäftsführung zu verdanken.

5453Der BDV Vorsitzende Bohl erinnerte in seiner Eröffnungsrede zum 6. Parlamentarischen Abend daran, dass der BDV vor genau  40 Jahren vom heutigen Ehrenvorsitzenden Professor Dr. Reinfried Pohl gegründet wurde. Damit begann nach seinen Worten der „Siegeszug der Allfinanzberatung“ mit der umfassenden Betreuung breiter Kreise der Bevölkerung in allen wesentlichen Fragen der privaten Vorsorge – von Versicherungen über Bausparen und Investmentfonds hin zu Bankprodukten – durch Vermögensberater.

Bohl verwies darauf, dass die BDV Mitglieder, die insgesamt rund 6 Millionen Kunden in Deutschland versorgen und allein im vergangenen Jahr über 2 Millionen Verträge vermittelten, grundsätzlich nur staatliche beaufsichtigte Versicherungs- und Finanzprodukte anbieten und damit ausdrücklich auf Offerten mit hochriskantern Konzepten aus dem Bereich des Grauen Kapitalmarktes verzichten.

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Der BDV Vorsitzende sprach vor über 70 Zuhörern. Zu ihnen zählten nicht nur der Bundesminister des Innern, Dr. Hans-Peter Friedrich, und die beiden Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Eduard Oswald und Dr. Hermann Otto Solms, sondern auch zahlreiche andere hochkarätige Bundestagsabgeordnete sowie Ausschussvorsitzende bzw. Ausschussmitglieder der Fraktionen von CDU/CSU, FDP und SPD. Diese sind im Finanzausschuss, im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie, im Gesundheitsausschuss bzw. im Ausschuss für Verbraucherschutz tätig. Dem Teilnehmerkreis gehörten zudem Experten aus den Bundesministerien und den Fraktions-Arbeitsgruppen sowie Spitzenvertreter anderer Verbände und Unternehmen an.

 

Bohl lobte die Bemühungen der Bundesregierung zur Stärkung des Bewusstseins für die Notwendigkeit zur privaten Altersvorsorge in breiten Kreisen der Bevölkerung. Er sieht aber hier weiteren Handlungsbedarf. So sollte zum Beispiel auch Selbständigen der Zugang zur Riester-Rente ermöglicht werden.
 

 Der BDV Vorsitzende ging zudem auf zwei Gesetzesberatungen ein.

 6432Zum einen bezog er sich auf den Entwurf des AIFM-Umsetzungsgesetzes, das künftigen Anlegern in offenen Immobilienfonds starre Einzahl- und Entnahmemöglichkeiten vorgeben möchte, was jedoch nach Ansicht von Marktexperten zu einem baldigen Austrocknen dieser gerade für Kleinanleger so interessanten Anlagemöglichkeit führen dürfte.
Bohl plädierte in seiner Rede dafür, dass im Sinne einer wünschenswerten Verfügbarkeit der Anlage in einem offenen Immobilienfonds mehr als der im Entwurf vorgesehene eine jährliche Termin für den Verkauf von Anteilen und auch mehr als vier Termine für den Kauf von Anteilen dekretiert werden sollten.

Zudem sprach der BDV Vorsitzende die Vorlage zur Regulierung der Honoraranlagenberatung an. Er begrüßte es, dass nun endlich auch für Honorarberater ein einheitliches Regulierungsniveau auch hinsichtlich der Qualifikation festgelegt wird. Allerdings sieht der Verband keinerlei sachlichen Grund dafür, die Honorarberatung staatlich zu privilegieren. Bohl: „Der Markt soll hier entscheiden, und ich bin sicher, dass die Honorarberatung auch in Zukunft nur für ein begrenztes Publikum von Interesse sein wird. Wir sind jedenfalls für diesen Wettbewerb bestens aufgestellt.“ Und er ergänzte: „Auf Basis einer Honorarberatung wäre es niemals möglich gewesen, breite Schichten der Bevölkerung für eine so dringend erforderliche private Vorsorge zu gewinnen“.

 

6450Im Anschluss an die Rede des BDV Vorsitzenden richtete der Ehrengast des Abends, der Bundesminister des Innern Dr. Hans-Peter Friedrich, das Wort an die interessierten Zuhörer. Dabei ging er auch auf die besonderen Herausforderungen der demografischen Entwicklung für die Zukunft der Gesellschaft ein. Diese biete insbesondere den Vermögensberatern, die Menschen bei der privaten Zukunftsvorsorge beraten, auch große Chancen. „Wir müssen unsere Potenziale nutzen“ lautete sein Credo und mit Blick auf die Gemeinsamkeiten zwischen Politik und Vermögensberatung zur Zukunftssicherung und der damit verbundenen Verantwortung fügte er hinzu er „Wir sitzen in einem Boot!“ Dank der guten Verbindungen des BDV werden die Vermögensberater wohl auch künftig ein offenes Ohr bei ihm für ihre Angelegenheiten haben.

 

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Fachliche Gemeinsamkeiten, aber auch Differenzen in der einen oder anderen Sachfrage zum Thema der Regulierung des Finanzdienstleistungsmarktes boten reichlich Gesprächsstoff für die schließende Diskussionen unter den Gästen.

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 In lockerer Runde gab es reichlich Gelegenheit zur Darlegung der eigenen Positionen, aber auch in dem einen oder anderen Fall zur Korrektur bislang bestehender Vorurteile. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig das persönliche Gespräch und die Präsenz vor Ort sind, wenn es darum geht, glaubwürdig und überzeugend Interessen zu vertreten und Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

 

 

 

 


 

 
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