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Altersvorsorge ist Vertrauenssache

Geburtenrate, Lebenserwartung und Alterung der Gesellschaft – das Mega-Thema Rente wird in Deutschland in den kommenden Jahren eindeutig von diesen drei Trends dominiert:

  • Waren im Jahr 2000 noch 42 Millionen Menschen erwerbstätig, so sind das 2050 schätzungsweise noch nicht einmal mehr 30 Millionen.
  • Im Jahr 2014 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer bei Männern bei 19,3 Jahren und bei Frauen bei 21,4 Jahren – mehr als doppelt so lange wie noch 1960
  • Während Mitte 1950 ein Arbeitnehmer ab einem Alter von etwa 17 bis 18 Jahren in die Rentenkasse einzahlte, vergingen damals durchschnittlich 45 Jahre bis zum Rentenbeginn. Heute ist dieser Wert auf 35 Jahre gesunken.

All diese Entwicklungen wirken sich natürlich unmittelbar auf die Rentenversicherung, aber auch auf die anderen Systeme aus.

Das Kölner Institut für Wirtschaft (IW) hat nun in einer Studie festgestellt, dass die Regelarbeitszeit bis zum Jahr 2041 auf bis zu 73 Jahre ansteigen müsste, wenn man Rentenbeiträge und Rentenniveau stabil halten möchte.

So sind die Fakten. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles versucht noch, diese Tatsachen auszublenden. Die Rente mit 70 werde nicht kommen „solange ich Arbeits- und Sozialministerin bin“, betonte die SPD-Politikerin vor kurzem. Im selben Interview ermuntert sie immerhin die Arbeitnehmer, privat vorzusorgen: „Je früher man damit beginnt, umso besser.“

Der Wirtschaftsexperte der CSU im Europäischen Parlament, Markus Ferber, zieht aus den Daten des IW eine klare Konsequenz: „Die Altersvorsorge in Deutschland sollte auch künftig auf den drei Säulen gesetzlich, betrieblich und privat basieren. Um auf den gewohnten Lebensstandard im Alter jedoch nicht verzichten zu müssen, führt an einem höheren privaten Anteil kein Weg vorbei.“

Wer sich heute für eine private Altersvorsorge interessiert, um seinen Lebensstandard halten zu können, steht jedoch einem riesigen Angebot von Anlagemöglichkeiten gegenüber.

Aktien, Renten- und Investmentfonds, Riester-Rente, Festgeld, Immobilien, Edelmetalle, Bausparvertrag oder Lebensversicherungen – privat oder betrieblich, die Anbieterpalette ist riesig und überfordert in ihrer Komplexität in aller Regel den Interessenten. Zumal sich die Rahmenbedingungen ja permanent ändern: Was in einer Niedrigzinsphase attraktiv sein kann, verliert seinen Reiz bei gestiegener Inflation.

An dieser Stelle werden wir aktiv. In der Stadt und in der Region. Die Arbeit der Vermögensberater beginnt. Zielgenau, passend. Dem Kunden nicht ein einzelnes Produkt zu vermitteln, sondern mit ihm ein individuelles Konzept zu entwickeln – dies ist unser Leitmotto.

In einer sich rasant verändernden Gesellschaft ist schon der Interessent völlig unterschiedlich und beschreitet neue Wege. Es kann – so wie vor 50 Jahren - der 18jährige Auszubildende mit einem festen Wohnort sein, es kann aber auch der 45jährige Selbstständige mit mehreren Jobs in der globalisierten Arbeitswelt zwischen Flensburg und Rosenheim sein oder auch der schon 60jährige Ingenieur von der Schwäbischen Alb, der für die kommenden Jahre Ruhe und Absicherung sucht.

Wenn das Eigenheim in die Jahre kommt.....

Eigentlich geht es Friedrich H. gut. Der 65jährige Buchhalter eines Autohauses steht kurz vor der Rente, das Häuschen ist abbezahlt, die wohlgeratenen Kinder aus dem Haus. Doch seit einigen Wochen stehen dunkle Wolken am Horizont. Seine gleichaltrige Ehefrau erlitt einen komplizierten Bandscheibenvorfall, nun soll die Immobilie alters- und behindertengerecht umgebaut werden. Ein neues Bad muss her, die 60er Jahre Treppe zur Terrasse eingeebnet werden, und der Architekt empfiehlt noch eine energetische Sanierung des Daches. Das addiert sich schnell auf 60.000 Euro. Doch dafür reichen die Rücklagen auf keinen Fall, wie also finanzieren? Das wissen unsere Vermögensberater.

Klare und ansteigende Entwicklung: Wegen der gestiegenen Lebenserwartung müssen sich heute immer mehr Senioren Gedanken über ihre eigene Immobilie machen. Oft ist auch diese mit ihnen in die Jahre gekommen und benötigt den altersgerechten Umbau oder eine Renovierung.

Unser Vorsitzender Friedrich Bohl hat die Arbeit der Vermögensberater an dieser Stelle einmal so beschrieben: „Für uns steht der Kunde als Mensch im Vordergrund, dem wir nicht ein Produkt verkaufen wollen, sondern mit ihm gemeinsam eine maßgeschneiderte persönliche Finanzplanung erarbeiten und umsetzen wollen.“ Dieser Herausforderung stellen wir uns.

Was bedeutet das im Einzelnen?

Das bedeutet mehr Aufklärungsarbeit über die Deckungslücke zwischen gesetzlicher und betrieblicher Vorsorge und dem gewünschten Lebensstil nach Renteneintritt.

Der Bedarf an privater Altersvorsorge steigt, das sagt auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) - über alle sozialen und Einkommensschichten hinweg. Benötigt wird die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte anschaulich zu erklären, um dem Kunden seine persönliche Situation deutlich zu machen, ihn aber nicht zu ängstigen. Altersvorsorge ist Vertrauenssache. Und unsere Vermögensberater übernehmen dabei die Wegweiserfunktion.

Im Herbst will die Große Koalition in Berlin ihr Rentenkonzept vorlegen. Einige Eckpunkte sind zu erkennen. Vor allem ein Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wird angestrebt. Der BDV unterstützt das grundsätzliche Bestreben, die betriebliche Altersvorsorge attraktiver zu gestalten.

Wir beteiligen uns konstruktiv an der zukunftsfesten Gestaltung der bAV. Zusammen mit sieben anderen Verbänden hat der BDV vor kurzem die Bundesregierung aufgefordert, keine zusätzlichen Durchführungswege und ein zweites System einzuführen und keinesfalls die etablierten Durchführungswege zu beschädigen. Letzteres sei immer verbunden mit der Gefahr von Verlusten für bestehende bAV-Verträge.

Die Empfehlungen des BDV lauten vielmehr:

  • Aufwertung des Rechtsanspruchs
  • Anrechnung auf die Grundsicherung
  • Steuer- und sozialversicherungsrechtliche Harmonisierung
  • Stärkung der Durchsetzungsrechte des Arbeitnehmers
  • Weitergabe ersparter Sozialaufwendungen


Die bAV ist ein hervorragendes Instrument, Altersarmut zu vermeiden. Doch sie muss für den Arbeitnehmer klar verständlich und für den Arbeitgeber ohne große bürokratische Hürden zu meistern sein. Dann bleibt sie auch ein unverzichtbarer Teil der Vorsorgeberatung.

 
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