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BDV-Politikgipfel in Berlin

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Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen wendet sich an Vermögensberater: „Ich brauche Sie!“


Er ist schon fast zu einer Institution in der Bundeshauptstadt geworden: der Parlamentarische Abend des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV). Bereits zum fünften Mal lud der BDV Minister, Staatssekretäre, Bundestagsabgeordnete, hochrangige Beamte, Wissenschaftliche Mitarbeiter und Repräsentanten wichtiger Verbände und Unternehmen in die ehrwürdigen Räume der Parlamentarischen Gesellschaft gegenüber dem Reichstag ein. Und die Experten aus Politik und Wirtschaft kamen zahlreich: Gastrednerin des Abends war die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Dr. Ursula von der Leyen, MdB. Darüber hinaus wurde die Leitung des 
Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vertreten durch den Parlamentarischen Staatssekretär Peter Bleser, MdB.

BDWiSPD


Ferner konnte man zwei Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, mehrere Ausschussvorsitzende sowie bei insgesamt knapp 70 Gästen des Abends 25 Mitglieder des Deutschen Bundestages begrüßen. Das Finanz-, das Wirtschafts- und das Verbraucherschutzministerium waren jeweils mit den für unsere Themenbereiche zuständigen Abteilungs- bzw. Referatsleitern vertreten, befreundete Verbände wie der GDV, der BVI, der BDWi und der VGA und führende Vertreter der BDV-Fördermitglieder rundeten die Gästeliste ab.
Als Vorsitzender des BDV verwies Friedrich Bohl in seiner 
Eröffnungsrede darauf, dass 2011 für die über 11.000 Mitglieder des BDV ein sehr arbeitsreiches und zugleich auch ein erfolgreiches Jahr gewesen sei: 2 Millionen Verträge wurden vermittelt. Verträge, die dazu beigetragen haben, für die fast 
6 Millionen Kundinnen und Kunden der BDV-Mitglieder Vermögensaufbau und Vermögenssicherung zu betreiben. Bohl betonte auch, dass es bei den vermittelten 400.000 Lebensversicherungen keine einzige berechtigte Beanstandung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gab.

Überzeugende Standpunkte
 

Der BDV-Vorsitzende begrüßte die Bemühungen der Bundesregierung, das Bewusstsein für die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge zu stärken. Hier habe der von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Dr. von der Leyen, eingeleitete Regierungsdialog „Rente ohne Zweifel“ wichtige Impulse gesetzt.
Bohl sprach sich ausdrücklich gegen zu beobachtende Bestrebungen aus, das Geschäftsmodell der Honorarberatung einseitig zu fördern und Provisionsberatung pauschal zu kritisieren und an den Pranger zu stellen. Er plädierte für Wettbewerb zu fairen Bedingungen und nicht mit einem künstlichen Rückenwind durch die Politik.
Beim neuen Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrecht begrüßte der Vorsitzende die lange überfällige Regulierung des grauen Kapitalmarktes und der Vermittler derartiger 
Produkte. Allerdings merkte er an, dass es besser gewesen wäre, die künftig auch für BDV- Mitglieder geltende „Alte-Hasen-Regelung“ auf den Stichtag 1. Januar 2008 zu beziehen und nicht auf den Januar 2006.
Bei der nun anstehenden Umsetzung der Finanzanlagenvermittlungsverordnung hofft Bohl 
darauf, die Bundesländer zu einer maßvollen Regelung im Hinblick auf die Kosten für die Erlaubnis nach dem neuen § 34 f der Gewerbeordnung zu bewegen.
In seiner Rede sprach der BDV-Vorsitzende noch weitere Themen an, die in der Runde für 
Gesprächsstoff sorgten, insbesondere die anstehende Pflegereform, der dringend notwendige Erhalt der Privaten Krankenversicherung auch im Bereich der Vollversicherung und die Weiterführung der staatlichen Förderung des Einstiegs in die Selbstständigkeit in Form des Gründungszuschusses.
Schließlich mahnte Bohl, dass die Politik bei allen Regulierungsbestrebungen auch daran interessiert sein sollte, nicht zu viel des Guten zu tun und über das gebotene Maß hinauszuschießen. Im Bereich der Versicherungs- und Finanzanlagenvermittlung sei in den letzten Jahren sehr viel geschehen, was gravierende Änderungen für die Verbandsmitglieder und ihre Kunden gebracht habe.
Er beendete seine Rede mit dem Appell: „Regulierung ist gut, gute Regulierung ist besser, Überregulierung ist schädlich. 
Es sollte daher darauf geachtet werden, dass unsere Vermögensberater bei ihrer gesellschaftspolitisch so wichtigen Aufgabe, breite Kreise der Bevölkerung für die private Altersvorsorge zu gewinnen, nicht behindert oder die Kunden überfordert werden“.

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Private Altervorsorge weiter stärken
 

Als Ehrengast des Parlamentarischen Abends antwortete 
sodann die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Dr. Ursula von der Leyen, MdB auf die Ausführungen des BDV-Vorsitzenden. Die Bundesministerin begrüßte die anwesenden Verbandsmitglieder damit, dass der Beruf des Vermögensberaters ein bewährtes Gewerbe sei, denn guten Rat hätten die Menschen schon immer gebraucht und würden ihn auch künftig brauchen. Zugleich betonte sie, dass sie ja nicht nur für Arbeit zuständig sei, sondern auch für Soziales, und dazu gehöre insbesondere die gesetzliche Rentenversicherung. Sie verwies darauf, dass die Menschen als Folge der demografischen Entwicklung ihre Altersvorsorge künftig auf mehrere Beine stellen müssen. Neben der gesetzlichen Rente wird die zweite und dritte Säule und damit die betriebliche oder private Altersvorsorge immer wichtiger.
Frau Dr. von der Leyen hob hervor, dass es ein besonderer Vorteil sei, dass wir in Deutschland sowohl die gesetzliche umlagefinanzierte Rentenversicherung als auch eine zusätzliche kapitalgedeckte private Altersvorsorge hätten. Die Kombination aus beiden Systemen würde Risiken minimieren und sei zukunftsweisend. Und darum würde uns auch das Ausland beneiden.
Dass das Zusammenspiel zwischen den Systemen so gut funktioniere und breite Kreise der Bevölkerung Zugang zur privaten Altersvorsorge haben, sei auch das Verdienst der Vermögensberater. Um die private Altersvorsorge weiter zu stärken, sagte die Bundesministerin mit Blick auf die Vermögensberater: „Ich brauche Sie. Wir müssen glaubhaft dafür werben, dass private Vorsorge sich lohnt, dass jeder sie sich leisten kann und dass das Geld sicher angelegt ist. Darauf müssen die Menschen vertrauen können.“
Die Ministerin warb bei dieser Gelegenheit für ihr Konzept der Zuschussrente, bei der künftig langjährig gesetzlich Rentenversicherte mit eher geringem Einkommen einen Zuschuss vom Staat erhalten sollten. Damit belohne die Zuschussrente Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen und zusätzlich privat vorgesorgt haben. Für diese Menschen könne die Arbeit der Vermögensberater viel Gutes bewirken. Ihr Fazit war: Die Politik brauche die Vermögensberater in ihrer verlässlichen, nachhaltig ausgerichteten und damit Vertrauen stiftenden Art.
Die Rede der Bundesministerin gab Anlass zu anregenden Diskussionen unter den Anwesenden, die den Abend dann bei einem erstklassigen Buffet und einem guten Glas Wein ausklingen ließen. In verschiedenen Gesprächen unter den Teilnehmern klang hervor, dass dieser vom BDV organisierte Gedankenaustausch zwischen Politik und Wirtschaft in Berlin einen ganz besonderen Stellenwert genießt und äußerst sinnvoll ist, um die Interessen der Mitglieder des BDV an geeignetem Ort und in passender Runde zur Geltung zu bringen.
Ein hochkarätig besetzter Abend, wie man ihn selbst in Berlin nur sehr selten vorfindet – das wurde immer wieder angemerkt. Vor allem aber ein Abend, bei dem sich der BDV hervorragend darstellen und seine Anliegen bei entscheidenden Parlamentariern vortragen konnte.

 

 
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