Sektionen

Blüms Abrechnung mit der eigenen Prognose

Norbert BlümKaum ein Satz des öffentlichen Lebens hat eine solche Berühmtheit erlangt wie dieser: „Die Rente ist sicher.“ 1986 wurde er geboren und für die Werbekampagne mit 15.000 Plakaten stand vor allem der damalige Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm. Fast 30 Jahre später korrigiert der CDU-Politiker sein uneingeschränktes Bekenntnis zur gesetzlichen Rentenversicherung und stellt in einem Interview fest: „Wenn das Rentenniveau weiter so sinkt wie in den letzten Jahren, dann kommt man in die Nähe der Sozialhilfe, was die Rentenversicherung nicht nur um ihren guten Ruf bringt, sondern auch um ihre soziale Sicherungsfunktion.“ Ein System jedoch, aus dem man mit Beiträgen nicht mehr bekomme als jemand, der keine Beiträge gezahlt habe, „erledigt sich von selbst“.

Man traut seinen Ohren und Augen nicht so richtig, der Aufschlag in den Medien ist groß. Denn zu sehr ist dieses Mantra mit dem heute 79jährigen Politiker behaftet. Zu oft hat er den Satz wiederholt, der im Original eigentlich „Denn eins ist sicher: Die Rente“ lautete. Interviews, Talkshows und öffentliche Auftritte – Norbert Blüm wiederholte den Satz zahlreich und gerne. Umso größer die Verwunderung über die Abrechnung heute.

Doch die Zahlen lassen keinen anderen Schluss zu. 125 Jahre nach ihrer Einführung stößt die gesetzliche Rentenversicherung an ihre Grenzen. So sehr, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf hinweist, nur durch eine Mischung aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Absicherung lasse sich eine gute Versorgung im Alter aufbauen. Dies mahnte jetzt die Kanzlerin immerhin in ihrer Rede zum Festakt der Rentenversicherung in Berlin an. Sie kennt die Entwicklung. Im Jahr 1985 betrug das Netto-Rentenniveau noch 57 Prozent. Seitdem ist es nahezu kontinuierlich abgesunken und soll im Jahr 2030 vermutlich bei nur noch 43 Prozent liegen.

Michael Theurer, FDP-Präsidiumsmitglied und Wirtschaftsexperte seiner Partei, sieht Norbert Blüm nun sehr, sehr spät auf dem richtigen Pfad: „Drei Jahrzehnte hat Herr Blüm für diese Erkenntnis gebraucht – schon erstaunlich. Durch die damals ausgebliebenen, beziehungsweise falschen Weichenstellungen ist viel Zeit verschwendet worden, die hätte genutzt werden müssen, um die richtigen Weichen zu stellen für private beziehungsweise kapitalgestützte Vorsorge. Denn es gilt: Die gesetzliche Rente ist nicht sicher. Die bestehenden Anreize, selber vorzusorgen für den Ruhestand, reichen bei weitem nicht aus, vor allem angesichts der derzeitigen Minimal-Inflation. Der Gesetzgeber ist hier weiterhin gefordert."

So bleibt private Altersvorsorge zur Vermeidung von Altersarmut auf der Tagesordnung ganz oben. Sowohl in der Politik als auch in der Praxis. Vermögen aufbauen, sichern und mehren – in diesem Dreiklang arbeiten tausende Vermögensberater vertrauensvoll täglich mit ihren Kunden. Beim Thema private Vorsorge bleibt der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) mit seinen Mitgliedern also erste Adresse.
 

 
MITGLIEDER-LOGIN
NAME
PASSWORT
 
JETZT MITGLIED WERDEN

Werden Sie jetzt Mitglied und profitieren Sie von den vielfältigen Angeboten und Leistungen des BDV.

Zur Anmeldung

AUSBILDUNG VON ZEITSOLDATEN

SoldatWerden Sie Ihr eigener Dienstherr

Mehr Informationen hier

ERSTINFO-PAKET

Sie möchten sich in Ruhe über den BDV informieren? Fordern Sie unser Info-Paket zum BDV an. Natürlich kostenlos...

Jetzt Bestellen

KONTAKT

Sie interessieren sich für den Beruf des Vermögensberaters? Sie haben Fragen oder suchen Informationen oder einen direkten Ansprechpartner?

Kontakt