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Kinder haften für ihre Eltern

Pflegefall - Kinder haften für ihre Eltern„Kinder müssen auch für Rabeneltern zahlen“, lautete die Überschrift der Online-Ausgabe des ‚manager magazins’ vom 12.2.2014 zum Urteil des Bundesgerichtshofs in Sachen Elternunterhalt: „Kaum 18 Jahre alt, verstieß ihn sein Vater, enterbte ihn und brach den Kontakt für immer ab. Dennoch muss der Sohn nun einen Teil der Heimkosten zahlen, entschied der Bundesgerichtshof. Das Urteil ruft scharfe Kritik hervor“, schreibt das Wirtschaftsmagazin in seinem Bericht, der unter www.manager-magazin.de nachgelesen werden kann.

Dieses Urteil stützt sich auf § 1601 des Bürgerlichen Gesetzbuches, wo es kurz und knapp heisst: „Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren“.
 

Und dies wird in der Zukunft auf sehr viele Bürgerinnen und Bürger zutreffen. Was „früher“ noch innerhalb der Familie geleistet wurde, nämlich das Kümmern und das Füreinander da sein bzw. die Selbstverständlichkeit, für die Eltern zu sorgen und diese auch im Alter zu pflegen, das ist in den letzten Jahren einfach verloren gegangen.

Doch unsere immer älter werdende Gesellschaft, begünstigt u. a. durch eine moderne, in weiten Teilen hervorragende medizinische Versorgung, führt in den kommenden Jahrzehnten zu der Problematik, dass ein Großteil der Bevölkerung nicht nur die Renten– und Krankenkassenfinanzen sehr stark belasten wird, sondern daß diese Bevölkerungsgruppe dann im hohen Alter auch zunehmend pflegebedürftig wird und niemand da sein bzw. in der Lage sein wird, diese Pflege privat leisten zu wollen oder zu können.

Die Tageszeitung ‚Die Welt’ brachte es am 14.02.2014 in einem Leitartikel hierzu auf den Punkt: „Wenn die Familie nicht einspringt, wenn der Staat sie nicht in die Pflicht nehmen kann, dann explodieren die Sozialkosten.“ Dieser Satz stimmt hundertprozentig.

Jetzt könnte man sagen: „Dafür gibt es doch eine gesetzliche Pflegeversicherung und dafür zahle ich ja meine Beiträge“. Aber im System der gesetzlichen Pflegeversicherung gibt es kaum Rücklagen und das Aufkommen der heutigen Beitragszahler reicht kaum aus, die zur Zeit in den Heimen untergebrachten Pflegefälle - schon gar nicht nach den Vorstellungen der Angehörigen – zu versorgen.
Immer wieder ist von teilweise menschenunwürdigen Zuständen und von einer Fließbandabfertigung in den Pflegeheimen zu hören und zu lesen.

Wohl dem, der eine hohe Rente bezieht oder über große Ersparnisse verfügt.
 

 Aber wer hat das schon bzw. ist in der Lage, auf Jahre hinaus mtl. durchschnittlich 3.500 Euro für ein Pflegeheim aufzuwenden, von denen je nach Pflegestufe nur ein Bruchteil von der Pflegekasse übernommen wird. So kann aus einem vermeintlich zunächst großen Vermögen sehr schnell ein „kleines“ werden. Und wer weder das Eine noch das Andere vorweisen kann, da werden die Kinder mit zur Kasse gebeten.

Natürlich gibt es da auch Freibeträge bzw. Grenzen, ab denen die Kinder einspringen müssen. Aber die Sozialämter, die zunächst in Vorleistung treten, ermitteln sehr schnell, wen sie in die Pflicht nehmen können, um die eigene Kasse zu schonen.

Die Lösung heißt auch hier: Eigenvorsorge! Durch eine private Pflegeversicherung bzw. die staatlich geförderte Pflegeversicherung.
 

 „Um Vorsorge für die beträchtlichen privaten Aufwendungen in der Pflege zu treffen, kann eine solche Zusatzversicherung durchaus nützlich sein“, urteilt die Stiftung Warentest. Und weiter schreiben die unabhängigen Experten: „Verträge der geförderten Pflegeversicherung, für die es keine Gesundheitsprüfung und auch keine Risikozuschläge bei Vorerkrankungen gibt, werden mit einer Zulage von 60 Euro im Jahr vom Staat gefördert, Versicherte müssen im Gegenzug einen Beitrag von mindestens 10 Euro im Monat selbst leisten. Da die gesetzliche Pflegeversicherung im Fall der Pflege nur einen Teil der Kosten übernimmt, fängt der neue Tarif einen weiteren Teil der dann entstehenden Ausgaben ab. Versichern kann sich jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und gesetzlich pflegeversichert ist. (Quelle: Stiftung Warentest, 04.01.2013 / 22.07.2013)

 

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