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Nicht jeden Tag ein neuer Vorschlag!

Sprechblasen

Wer heute für den eigenen Ruhestand vorsorgen will, hat es auch schwer, den Durchblick zu behalten. Ärgernisse kommen von vielen Seiten: Neue Vorschläge wie die Deutschlandrente oder die Lebensleistungsrente geistern durch Fernsehen, Zeitungen und Internet, millionenfachbewährte Verträge wie die Riester-Rente geraten unnötig in Misskredit und bei der betrieblichen Altersvorsorge drohen neue bürokratische Auflagen.

Jugend, Vorsorge und Finanzen – unter diesem Überschriftendreieck steht ein wesentlicher Aspekt der täglichen Arbeit unserer Vermögensberater. Warum ist das so? Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Deutschland wird älter, mehr als 18 Millionen Bürger erhalten in Deutschland bereits eine Altersrente. Und obwohl bis zum Jahr 2030 das Rentenniveau auf 43 Prozent sinkt, immer mehr Menschen von Armut im Alter betroffen sind und im Alter die Kosten für Pflege und Gesundheit immens hoch sein können, fürchten laut einer aktuellen Umfrage mehr als zwei Drittel der jungen Erwerbstätigen die Beschäftigung mit den eigenen Finanzen. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ kommentiert diesen Trend eindeutig: „Das kann gefährlich sein.“

Der FDP-Finanzexperte im Europäischen Parlament, Michael Theurer, schimpft über seine Kollegen aus der Politik: „Es dürfen nicht jeden Tag neue Vorschläge aus Berlin, Brüssel oder sonstwoher kommen. Das verunsichert die Menschen.“ Nötig sei für einen gesicherten Ruhestand immer ein individueller Mix aus privater und gesetzlicher Altersvorsorge.

Am besten, so rät der BDV, natürlich nach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit einem Vermögensberater. Altersvorsorge ist so kompliziert, dass sie nur in einer individuellen Betrachtung optimal gelöst werden kann und nicht durch staatliche Verordnungsszenarien. Es ist auch nicht so, dass die junge Generation aus Sorg- oder Verantwortungslosigkeit den Gedanken an die Altersvorsorge scheut. Umfragen zeigen, dass die Jungen ihre Situation durchaus realistisch einschätzen. Zwei Entwicklungen bereiten aber Sorge, stärken jedoch auch die Arbeit unserer Mitglieder:

  • Vielen aus der jungen Generation ist klar, dass man sich nicht nur auf den Staat verlassen darf, aber der Handlungsauftrag fehlt
  • Angebote wie betriebliche Altersvorsorge oder Riester-Rente müssen erklärt werden. Der Jugendforscher Klaus Hurrelmann sagt: „Die Kompetenz Jugendlicher in Finanzfragen und in Fragen der Altersvorsorge muss dringend gestärkt werden.“

Wissensdefizite schließen und Sparanreize schaffen – eine Kernaufgabe unserer Mitglieder.
 

Unnötig kritisiert wird leider immer wieder die Riester-Rente. Mehr als 16 Millionen Riester-Verträge bestehen in Deutschland. Diese Form der privaten Altersvorsorge wird staatlich gefördert. Mehr als drei Milliarden Euro fließen aus dem Bundeshaushalt an diejenigen, die für ihr Alter zurücklegen. Gerade im Zinstief sind die Zulagen und die Steuerermäßigung ein klarer Vorteil der geförderten Altersvorsorge, da sie nachweislich die Rendite erhöhen.

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), das sich auf die Untersuchung von privater und betrieblicher Altersvorsorge spezialisiert hat, sieht keinen Grund, das Riester-Sparen schlecht zu reden: „Riester lohnt sich nahezu immer...Wenn der Staat die Zinsen niedrig hält, sollte sich der Staat auch an der Altersvorsorge beteiligen. Mit Riester klappt das wunderbar.“

Und für die betriebliche Altersvorsorge gilt: Jeder Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersversorgung. Er wandelt dabei Teile seines Gehalts oder Sonderzahlungen in Beiträge zu einer betrieblichen Altersvorsorge um, ohne darauf Steuern oder Sozialabgaben zahlen zu müssen. Der BDV begrüßt alle Überlegungen zum Ausbau der bAV. Wettbewerbsverzerrungen zwischen den am Markt bestehenden Durchführungswegen müssten jedoch vermieden werden. Bei einem generellen Opting-out-Modell würden Arbeitnehmer ihr Recht auf Selbstbestimmung der Art ihrer zusätzlichen Altersvorsorge verlieren. Generelles Opting-out, um auch kleinere Unternehmen zu erfassen, sei nicht zielführend. Dies könne auch deshalb nicht der richtige Weg sein, weil damit der Notwendigkeit der privaten Vorsorge geschadet werde.

Und die Idee, über einen zweiten staatlichen Ansatz, die sogenannte Deutschland-Rente auftretende Rentenlücken zu schließen, verwerfen inzwischen sowohl Arbeitgeber und Gewerkschaften. Es gäbe keine neuen Impulse bei der Alterssicherung, so sagt selbst der Vorstand des DGB. Eindeutig positioniert hat sich auch unser Verband. Unser Vorsitzender Friedrich Bohl erklärte jetzt vor einem Fachpublikum in Berlin, dass die Einführung einer neuen Zwangsrente den Bürgern nur die trügerische Sicherheit einer ausreichenden Altersvorsorge vorgaukele und viele ungelöste Probleme in sich berge. Der frühere Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD), nach wie vor auf vielen Fach-Veranstaltungen ein gefragter Experte, äußert sich auch ganz klar: „Das einzig neue daran ist der Name. Die Idee ist uralt und wurde bereits in der Vergangenheit als nicht praxisgerecht verworfen.“

Der Gesamtverband Deutscher Versicherungswirtschaft (GDV) sagt: „Die schlechteste Altersvorsorge ist die, die gar nicht erst abgeschlossen wird.“ Immer neue Ideen aus dem Politlabor, die Verunglimpfung des Bewährten wie bei der Riester-Rente und die falschen Vorstellungen und Hoffnungen über die Rentenhöhe im Alter führen jedoch zur Untätigkeit. Die Vorsorgebereitschaft sinkt in den Keller. Die Experten des BDV wissen, dass nur die frühzeitige und persönliche Absicherung ein böses Erwachen verhindert.

 

 
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