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Prof. Dr. Reinfried Pohl nun Ehrenvorsitzender

Der BDV: Eine starke Stimme der Vermögensberater in Brüssel und Berlin. Künftig steht Friedrich Bohl an der Spitze des Verbandes

Die Zielrichtung hatte Prof. Dr. Reinfried Pohl bereits mit der Gründung des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater vor fast 40 Jahren vorgegeben: Ein starker Verband sollte die Interessensvertretung der Vermögensberater gegenüber der Politik anfänglich in der alten Bundeshauptstadt Bonn, nun in Brüssel und Berlin übernehmen. Außerdem gab der Verband seinen Mitgliedern bereits vor langer Zeit Richtlinien für die Berufsausübung und Grundsätze für die Kundenberatung mit auf den Weg, die heute angesichts aktueller Diskussionen zum Verbraucherschutz Vorbildwirkung für eine kundengerechte Beratung haben.

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Nicht ohne Stolz konnte Herr Prof. Dr. Reinfried Pohl daher in seiner Rede anlässlich der diesjährigen 37. Mitgliederversammlung des BDV vermelden, dass das Ziel, eine anerkannte Interessensvertretung zu etablieren, längst erreicht sei. Inzwischen schätze die Politik über Parteigrenzen hinweg den Verband als qualifizierten Ansprechpartner in allen das Thema Finanzdienstleistungen betreffenden Fragen.

bild2.jpgHeute ist der BDV nicht zuletzt dank des unermüdlichen Einsatzes des Gründungsvorsitzenden Prof. Dr. Reinfried Pohl der größte und faktisch einzige Verband, der den Vermögensberatern in Berlin und auf europäischer Ebene eine Stimme gibt. Die inzwischen rund 11.000 Mitglieder wissen um dieses Verdienstes ihres Vorsitzenden und begrüßten Pohl darum zu Beginn der diesjährigen Mitgliederversammlung mit noch längerem Applaus als gewöhnlich, und ein bißchen Wehmut schwang mit.

Prof. Dr. Reinfried Pohl gab in seiner Rede die Richtung vor

Denn schon die Tagesordnung kündigte große Veränderungen an. Gleich zu Beginn seiner Rede stellte Prof. Dr. Pohl klar: Dieses Jahr wolle er sein Amt in andere Hände geben. Er schlug Friedrich Bohl als seinen Nachfolger und neuen Vorsitzenden des BDV vor, nicht ohne in seiner Rede auf erfolgreiche 36 Jahre des Verbands zurückzublicken.

In dieser Rede betonte Herr Prof. Dr. Pohl aber auch, der heutige Tag sei kein Abschied, für ihn stehe der Dank im Mittelpunkt. Das Engagement der Mitglieder sei immer Motivation gewesen, sich für diese einzusetzen. Der Verband habe den Mitgliedern durch die Kooperationen mit der Bundeswehr, der IHK oder den Arbeitsagenturen geholfen.

Zugleich sei der BDV ein "Wächter für eine qualitativ gute Beratung", so Prof. Dr. Pohl. Die Arbeit auf der Grundlage der Richtlinien, die sich der Verband selbst gegeben habe, sei angesichts des aktuellen Vertrauensverlustes vieler Menschen noch wichtiger. Nach außen deutlich zu machen, dass der Vermögensberater angesichts der Finanzkrise ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner für die Bürger sei, müsse im Mittelpunkt stehen. "Der Vermögensberater hat in der Krise eine blütenweiße Weste", so Prof. Dr. Reinfried Pohl. Es gelte, sich von der Fessel, die den Namen Krise hat, zu befreien. Als Hausarzt in Finanzfragen könnten die Vermögensberater selbstbewusst auf die Menschen und ihre Kunden zugehen. Dies sei der Schlüssel zum Erfolg in der gegenwärtigen Situation.

Nicht unerwähnt ließ Prof. Dr. Pohl die große Schar hochrangiger Gäste des BDV in den letzten Jahren, die Ausdruck der Anerkennung der Arbeit der Vermögensberater und des Verbandes seien. Dass sich die Politik über Parteigrenzen hinweg bei den BDV-Mitgliederversammlungen die Klinke in die Hand gab, sei zudem kein Wunder, so Prof. Dr. Pohl. Altbundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog, Kurt Beck (SPD), Hans-Dietrich Genscher (FDP), Helmut Kohl (CDU) aber auch Walter Riester (SPD) und Guido Westerwelle (FDP) - um nur einige zu nennen - hatten schon auf der Mitgliederversammlung des BDV gesprochen. Sehr wohl wüssten die politischen Entscheidungsträger eben um die wichtige gesellschaftspolitische Bedeutung der Tätigkeit der Vermögensberater, schlussfolgerte der scheidende Vorsitzende.

Prof. Dr. Pohl erinnert daran: "Wir Vermögensberater verstehen uns als Helfer des Bürgers, zugleich als Mittler zwischen Bürger und Staat." Diesen Grundsatz hatte er schon in seiner Rede zum 10jährigen Jubiläum des Verbandes formuliert. Nahezu selbstverständlich hätten die Vermögensberater diese gesellschaftspolitische Aufgabe, den Menschen die Notwendigkeit der privaten staatlich geförderten Altersvorsorge nahe zu bringen, übernommen.

Außerdem betonte Prof. Dr. Pohl gerade aktuell einmalige Chancen und Perspektiven, die der Beruf des Vermögensberaters biete: Die Verdienstmöglichkeiten, die Selbständigkeit und das Gefühl, keine Angst vor drohender Arbeitslosigkeit haben zu müssen, seien unschätzbar wertvoll. Der Beruf des Vermögensberaters, so Prof. Dr. Pohl, stehe erst am Anfang seiner Zukunft.

Mit einem Augenzwinkern erklärte Prof. Dr. Pohl, dass er zwar nun sichtbar nicht mehr zu den Jüngeren gehöre, er sehe darin aber keinen Nachteil: "Die Jüngeren können zwar schneller rennen, dafür kennen die Älteren, zu denen ich mich zähle, aber die ein oder andere Abkürzung." Prof. Dr. Reinfried Pohl versprach zum Abschluss seiner emotionalen Rede: "Solange mir der Herrgott einen klaren Kopf und Gesundheit schenkt, können Sie mit mir rechnen. Ob mit oder ohne Vorsitz beim BDV!" Die Mitglieder des BDV dankten ihm dies mit minutenlangem Applaus.

bild3.jpgDank und Erinnerung an das Wirken von Anneliese Pohl

Friedrich Bohl dankte Prof. Dr. Reinfried Pohl für seine Rede. Er versicherte, dass die Wahl eines neuen Vorstands keinesfalls eine Zäsur bedeute, wie dies sonst so oft der Fall sei. Es gelte lediglich, das Steuer zu übergeben. Die Richtung, in die das Schiff fahre, bleibe die gleiche, betonte Herr Bohl. Dies werde auch dadurch deutlich, dass die Rede von Herrn Prof. Dr. Pohl zum 10jährigen Jubiläum des Verbandes auch heute noch nahezu unverändert gehalten werden könne. Herr Bohl erinnerte dabei auch an die Verdienste von Anneliese Pohl. Der BDV sei kein Verein wie jeder andere. Auch die viel zu früh verstorbene Frau von Prof. Dr. Reinfried Pohl habe den Verband geprägt. Am Vorabend der diesjährigen Hauptversammlung habe der Vorstand des Verbandes am Grab von Anneliese Pohl einen Kranz niedergelegt. Dieser Tradition wolle man nun immer am Abend vor der Mitgliederversammlung folgen.

Friedrich Bohl führt künftig den Bundesverband Deutscher Vermögensberater

Nach dem Kassenbericht und notwendigen Satzungsänderungen, welche die Wahl und die Zusammensetzung des Vorstands neu regelte, schritten die Mitglieder zur Wahl des neuen Vorstands. Vorher nutzte Friedrich Bohl die Gelegenheit, um Prof. Dr. Reinfried Pohl zu danken: "Es gibt wohl keinen Verein oder Verband in Deutschland, der solange in den Händen eines verdienten Mannes lag. Das ist einmalig in unserem Land und zeigt, dass der BDV eben kein Verband wie jeder andere ist." Er empfinde es als große Ehre aber auch als Verpflichtung, den Verband im gleichen Geiste weiter zu führen.

bild4.jpgFriedrich Bohl ging in seiner Rede auch auf die Arbeit des Verbandes ein. Er erinnerte daran, dass es ein Verdienst des BDV sei, dass das neue Vermittlergesetz in zahlreichen Bereichen der speziellen beruflichen Situation der Vermögensberater Rechnung trage. Dass es gelungen sei, zahlreiche Vorschläge des Verbandes durchzusetzen, sei aber auch ein Verdienst der Mitglieder, so Bohl. "Die offene und herzliche Art, mit der auf unseren Mitgliederversammlungen die Gäste aus der Politik aufgenommen werden, trägt unmittelbar dazu bei, dass unsere Anregungen Gehör finden. Darum gilt ihnen unser Dank. Sie helfen uns bei unserer Arbeit in Berlin und Brüssel."

Ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber der Politik mahnte Herr Bohl auch in Zukunft an. Nicht die Vermögensberater bräuchten zusätzliche Regeln und Aufsicht. Es sei eine zentrale Aufgabe der Politik, endlich verbindliche Regelungen für den grauen Kapitalmarkt zu finden, forderte der ehemalige Kanzleramtsminister. In diesem Sinne wolle er auch künftig die Interessen des Verbandes auf dem politischen Parkett vertreten, versprach Friedrich Bohl.

Nach der mit Applaus bedachten Rede und der Entlastung des Vorstands übernahm Prof. Dr. Edgar Weiler die Sitzungsleitung. Die Frage nach Vorschlägen für das Amt des Vorsitzenden war schnell beantwortet. Begeistert entschieden sich die 3.000 anwesenden Mitglieder dafür, Friedrich Bohl zum neuen Vorsitzenden zu wählen. Dieser dankte für das große Vertrauen und nahm die Wahl an.

bild5.jpgBDV wählt Prof. Dr. Reinfried Pohl zum Ehrenvorsitzenden

Nach den Wahlen des Vorstands rief ein Film die Höhepunkte in der Geschichte des Verbandes in Erinnerung. Teilweise bewegende Impressionen aus den vergangenen Jahrzehnten zeigten dabei auch immer wieder Prof. Dr. Reinfried Pohl und sein Wirken an der Spitze des Verbandes. Dies nahm Friedrich Bohl zum Anlass, an die gerade vollzogene Satzungsänderung zu erinnern. Diese gelte es nun zu nutzen, um Prof. Dr. Reinfried Pohl zum Ehrenvorsitzenden des BDV zu wählen. Der Vorschlag Herrn Bohls wurde begeistert aufgenommen und mit überwältigender Zustimmung wählten die Mitglieder "ihren Doktor" zum Ehrenvorsitzenden. Zum wiederholten Male am diesem Tage quittierten die Mitglieder das Wahlergebnis mit lang anhaltendem Applaus.

"Sein Lebenswerk ist unsere Zukunft"

Im Anschluss an die Wahl verlas Friedrich Bohl den Text der Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden. Im Wortlaut kam zum Ausdruck, welche Leistung hinter den vielen Jahren an der Spitze des BDV steht und welche Verpflichtung daraus für diejenigen, die den Verband nun führen sollen, ergeben. Die Urkunde schließt mit dem Satz "Sein Lebenswerk ist unsere Zukunft". Diesem Grundsatz folgend wolle man in Zukunft arbeiten, versicherte Friedrich Bohl.

HV 2009 Ehrung Dr. Pohl

Dr. Theodor Waigel würdigt Lebensleistung von Prof. Dr. Reinfried Pohl

Als besonderen Gast konnten die Mitglieder des BDV dieses Jahr den ehemaligen Bundesfinanzminister, Dr. Theodor Waigel, begrüßen. Herr Dr. Waigel, der u.a. Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) ist und vor kurzem seinen 70. Geburtstag feiern konnte, freute sich über den freundlichen Empfang, der ihm auch als ehemaligen Bundesfinanzminister inzwischen immer wieder und nun auch beim BDV zuteil werde.

In seiner Laudatio ging Dr. Theodor Waigel zunächst auf den Menschen Prof. Dr. Reinfried Pohl ein. Seine Herzlichkeit im Umgang mit seiner geliebten Frau und seinen Kindern zu beschreiben, seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, seien beeindruckend "gerade vor dem Hintergrund seiner bewegten Biographie, die man durchaus als "deutsches Schicksal" beschreiben könne", so Dr. Waigel in Anspielung auf den wechselvollen Lebensweg Prof. Dr. Pohls, der immer wieder geprägt war durch historische Ereignisse wie das Kriegsende oder die deutsche Teilung.

In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Dr. Waigel aber das unternehmerische Handeln des Gründungsvorsitzenden des BDV sowie sein Wirken an der Spitze des Verbandes. "Beides geht bei ihm Hand in Hand", erinnerte Dr. Waigel. Dies gelte auch für die zwei Grundprinzipien der Solidarität und Subsidiarität, denen sich Prof. Dr. Reinfried Pohl offensichtlich verpflichtet fühle, die ihm praktisch zu Lebensprinzipien geworden seien.

bild7.jpgDr. Theodor Waigel: "Der Staat braucht Ihren Rat!"

Einmalig sei nicht nur die Persönlichkeit Prof. Dr. Pohls, die er, Dr. Waigel, sehr schätze. Beeindruckend sei vor allem auch das unglaubliche Gespür, mit dem Prof. Dr. Pohl Entwicklungen voraussehe. Prof. Dr. Pohl verfüge praktisch über einen inneren Seismograph, um den ihn sämtliche Meinungsforschungsinstitute sicherlich beneiden würden.

Beeindruckend sei die Freundschaft zwischen Prof. Dr. Pohl und Altbundeskanzler Helmut Kohl. Beide verbinde nicht nur ein inniges Verhältnis. Hinzu komme, erklärte Dr. Waigel, dass nur wenige bereits frühzeitig erkannt hätten, welche historische Leistung die von Helmut Kohl gestaltete Deutsche Einheit sei. Prof. Dr. Reinfried Pohl habe dies bereits formuliert, als andere dies noch nicht sehen wollten. Heute gelte Kohl weithin als "Kanzler der Einheit".

In einem Punkt sei Prof. Dr. Reinfried Pohl aber gerade auch mit Blick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise ein Vorbild, so Dr. Theodor Waigel. "In vielen Diskussionen habe ich erlebt, dass Sie immer wieder - im Unterschied zu vielen Bänkern - gefragt haben, wie einzelne Produkte funktionieren. Und immer wieder galt: Sie haben nichts abgesegnet, was sie nicht verstanden haben. Das können wahrscheinlich viele der Bankmanager, die für die Krise verantwortlich sind, nicht von sich behaupten." Dr. Theodor Waigel dankte unter dem Beifall der Mitglieder des BDV Prof. Dr. Reinfried Pohl für seine jahrzehntelange erfolgreiche Arbeit an der Spitze des Verbandes. Und er nahm ihn beim Wort, in dem er der Hoffnung Ausdruck verlieh, dass Prof. Dr. Pohl auch ohne Amt mit seinen Anregungen und Ideen sich als Ehrenvorsitzender aktiv einbringen werde.

Dr. Josef Ackermann fühlt sich wohl beim BDV

Als neuer Vorsitzender begrüßte Friedrich Bohl mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Dr. Josef Ackermann, den derzeit erfolgreichsten deutschen Bankmanager, der zugleich wie kaum ein anderer Wirtschaftsfunktionär immer wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. "Jeder weiß um die Bedeutung der Deutschen Bank für die Finanzwirtschaft nicht nur in Deutschland. Ihre Leistung, die Leistung ihres Hauses kann sich auch mit Blick auf die aktuellen Zahlen sehen lassen. Dabei erleben Sie täglich, was in Deutschland gilt: Wer Erfolg hat, der hat auch viele Neider", so Herr Bohl in seiner Begrüßung.

Herr Bohl lobte die Deutsche Bank, die zu den wenigen Instituten gehöre, die keine Staatshilfe benötige. Und Herr Bohl dankt Herrn Dr. Ackermann im Namen des BDV aber auch der Deutschen Vermögensberatung für seine Arbeit, von der nicht nur seine Bank, sondern auch viele Vermögensberater profitierten.

bild8.jpgÜber den freundlichen Empfang erfreut, begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Dr. Josef Ackermann, die Vermögensberater in Anspielung auf die zahlreichen kritischen Wortmeldungen von Aktionären auf der letzten Hauptversammlung der Deutschen Bank wenige Tage zuvor mit den Worten: "Ich habe einen Vorschlag: Kaufen Sie eine Aktie und kommen Sie zur nächsten Hauptversammlung!"

Ackermann betonte, er sei gerne zur Mitgliederversammlung gekommen. Er dankte den Vermögensberatern für ihre Arbeit - auch und gerade aus Sicht der Deutschen Bank, ging aber auch auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der beruflichen Tätigkeit der Vermögensberater ein. Den Dank von Herrn Bohl nehme er gerne stellvertretend für die vielen tausend Mitarbeiter der Deutschen Bank entgegen.

In seiner einstündigen Rede ging Herr Dr. Ackermann ausführlich auf die Ursachen für die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise ein, äußerte aber zugleich die Hoffnung, dass eine Trendwende hin zum Guten erkennbar sei. Die Zahlen, die sein Institut vor kurzem präsentiert habe, seien ein Indiz hierfür.

Auch wehrte er sich gegen die landläufig vorherrschende Meinung, die Banken trügen alleine an der viel gescholtenen Krise die Schuld. Diese Sicht sei ein bißchen einfach, wenngleich er auch deutlich machte, dass viele Kreditinstitute in der Tat in einem hohen Maße mitverantwortlich seien. Ursächlich sei in vielfacher Hinsicht aber auch die Politik, namentlich das Bemühen der US-Administration, möglichst vielen Menschen zu Eigentum zu verhelfen und zu diesem Zweck über die amerikanische Notenbank Unsummen von Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen.

Wege aus der Krise

Was könne man nun aus der Krise lernen? Welche Schlüsse gelte es zu ziehen? Herr Dr. Ackermann beeindruckte die anwesenden Vermögensberater mit einer glasklaren Analyse: Wichtig sei eine bessere Koordinierung der Aufsichtsbehörden. Man müsse künftig stärker und kritischer nach den möglichen Risiken fragen. Eine weitere Schwachstelle seien die Rating-Agenturen. Außerdem benötigten die Banken ein besseres Risiko- und Liquiditätsmanagement. Die Diskussionen um die Hypo Real Estate und Lehmann Brothers habe zudem deutlich gemacht, dass die einzelnen Kreditinstitute zu stark miteinander vernetzt seien. So hätten nun Banken gerettet werden müssen, die eigentlich besser aus dem Markt ausgeschieden wären. Dies hätte viel Geld gekostet.

"Ich bin auch deswegen optimistisch für die Zukunft, weil nach meiner Einschätzung nun alle Beteiligten sowohl in der Politik als auch in der Finanzindustrie international an einem Strang ziehen. Wir wissen um die Probleme und alle sind bereit, einen Teil zur Lösung beizutragen", so Herr Dr. Ackermann weiter. Daher nehme gegenwärtig auch das Bemühen, ein System zu entwickeln, in dem Risiken früher erkannt werden können, einen hohen Stellen wert ein. Dazu beitragen werden aus der Sicht Dr. Ackermanns auch stärkere Auflagen der Aufsichtsbehörden sowie ein stärkerer Liquiditätspuffer der Banken.

bild9.jpgDer Vermögensberater bietet Vertrauen und eine fundierte Beratung

Besonders aufmerksam hörten die 3.000 Teilnehmer zu, als Dr. Ackermann dann auf die wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe und die Beratungstätigkeit der Vermögensberater zu sprechen kam. Die Kundenbindung werde in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, die Betreuung der Kunden immer wichtiger. Zugleich werde der Verbraucherschutz strenger.

Herr Dr. Ackermann prognostizierte, dass die Bedeutung unabhängiger Beraterinnen und Berater, die nicht am Verkauf bestimmter Produkte gebunden seien, vor diesem Hintergrund wachsen werde. Viele Menschen hätten derzeit das Gefühl, dass ihr Bankberater unter einem enormen Verkaufsdruck stehe. Unter diesen Vorzeichen sei der Aufbau neuen Vertrauens für die Banken ungleich schwerer als für die Vermögensberater. Diese Chance gelte es zu nutzen, forderte der Chef der Deutschen Bank die Zuhörerinnen und Zuhörer auf und belegte seine Ausführungen gleich noch mit eindrucksvollen Zahlen. Laut Herrn Dr. Ackermann wollten 47  Prozent der Deutschen einen Berater, der nicht produktbezogen verkaufe. Genau diesem Anspruch würden die Vermögensberater gerecht.

Aufgaben der Zukunft für die Vermögensberater

Zum Abschluss waren sich Dr. Josef Ackermann und Friedrich Bohl einig: Die Vermögensberater und die Deutsche Bank gehören zu den Gewinnern der Krise. Die Deutsche Bank ist gerade im Vergleich zu vielen nationalen und internationalen Wettbewerbern gut aufgestellt und für viele Vermögensberater ein wichtiger Partner. Die Vermögensberater sind als Ansprechpartner der Bürger mehr denn je gefragt und können helfen, verlorenes Vertrauen zurückzugeben.

Herr Bohl dankte Herrn Dr. Ackermann für seine Worte. Das hohe moralische Ethos,Zum Abschluss waren sich Dr. Josef Ackermann und Friedrich Bohl einig: Die Vermögensberater und die Deutsche Bank gehören zu den Gewinnern der Krise. Die Deutsche Bank ist gerade im Vergleich zu vielen nationalen und internationalen Wettbewerbern gut aufgestellt und für viele Vermögensberater ein wichtiger Partner. Die Vermögensberater sind als Ansprechpartner der Bürger mehr denn je gefragt und können helfen, verlorenes Vertrauen zurückzugeben.

Herr Bohl dankte Herrn Dr. Ackermann für seine Worte. Das hohe moralische Ethos, für das Dr. Ackermann stehe, verdränge das von manchen Medien gezeichnete Zerrbild. "Ich gehe davon aus, dass unter Ihrer Führung in den nächsten Jahren die Deutsche Bank auch weiterhin ein guter Partner für viele Vermögensberaterinnen und Vermögensberater sein wird", gab Herr Bohl dem Gastredner mit auf den Weg, dankte den 3.000 Verbandsmitgliedern für die Teilnahme und schloss mit dem Hinweis auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
 für das Dr. Ackermann stehe, verdränge das von manchen Medien gezeichnete Zerrbild. "Ich gehe davon aus, dass unter Ihrer Führung in den nächsten Jahren die Deutsche Bank auch weiterhin ein guter Partner für viele Vermögensberaterinnen und Vermögensberater sein wird", gab Herr Bohl dem Gastredner mit auf den Weg, dankte den 3.000 Verbandsmitgliedern für die Teilnahme und schloss mit dem Hinweis auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

 

 
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