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Satte Rentenerhöhung 2016?

Vorsicht ist geboten – kein falsches Sicherheitsgefühl.

Satte Rentenerhöhung 2016?

 

Die Rentnerin Elfriede N. aus Hessen freut sich: Im kommenden Jahr kann sie mit einer Steigerung ihrer Altersbezüge von über vier Prozent rechnen. Sollte es tatsächlich so eintreten, wie jetzt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie die Deutsche Rentenversicherung prognostizieren, wäre es die höchste Rentenanpassung für jetzt 20 Millionen Rentner seit 1993. Getrieben wird der Anstieg durch die höheren Löhne und die gute Auftragslage der deutschen Wirtschaft.

 

 

Doch Experten warnen: Die gute Nachricht mit einem kurzfristigen Plus im Portemonnaie führe schnell in die Irre und dürfe nicht dazu verleiten, die Altersvorsorge zu vernachlässigen. Oder kurz gesagt: Eine Momentaufnahme, die nichts über die wahre Situation von Senioren aussagt:

• Höhere Löhne und gute Auftragslage sichern auch Rentnern ihren Anteil, bestätigt das Ministerium. Doch die Weltwirtschaft ist fragil, das Desaster bei VW für die deutsche Wirtschaft noch nicht absehbar.

• Statistischer Sondereffekt: Durch die Revision der Daten in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Statistischen Bundesamts sei die Rentenanpassung 2015 um rund einen Prozentpunkt niedriger ausgefallen. Dieser Effekt wird durch die Rentenformel bei der Anpassung im Jahr 2016 automatisch eins zu eins ausgeglichen.

• Zwar erhöhten sich die ja auch noch zu versteuernden Renten von 2000 bis 2014 in den alten Bundesländern um 15.9 % und in den neuen um 22,9 %. Das wird aber durch die Preissteigerungen von 24,4 % im gleichen Zeitraum mehr als aufgefressen. Real hat sich für einen Versicherten mit 30 Versicherungsjahren seit 2000 die monatliche Rente von € 1.021 auf € 916 verringert.

Der CSU-Finanzexperte Markus Ferber, stellvertretender Vorsitzender des Wirtschafts- und Währungsausschusses im Europäischen Parlament, warnt: „Trotz Rentenerhöhung bleibt das Armutsrisiko im Alter bestehen. Dies liegt an den Preissteigerungen und der längeren Bezugsdauer. Ich rate also weiterhin zur privaten Altersvorsorge.“ Eine elementare Aufgabe für die jüngere Generation bleibt es, privat gegen Altersarmut vorzusorgen. Denn der demografische Wandel spricht eine deutliche Sprache. Eine aktuelle Bertelsmann-Studie beziffert den Anstieg der über 65-jährigen in den letzten acht Jahren auf 14,3 %. Dieser Trend wird sich noch verstärken, sagen Experten. Die Demografie wird die Rentenkassen unter ‚gewaltigen‘ Druck setzen. Im Jahr 1960 kamen fünf Arbeitnehmer auf einen Rentner, im Jahr 2060 wird das Verhältnis voraussichtlich 1:1 betragen, prognostiziert das Statistische Bundesamt.

Viele Rentenanwartschaften werden das Niveau der Grundsicherung bzw. die Armutsrisikoschwelle
unterschreiten, da die Renten der Lohn- und Gehaltsentwicklung nur noch begrenzt folgen können. Kurze oder unterbrochene Erwerbsbiografien, eine geringere Geburtenquote gepaart mit keiner oder einer unzureichenden Privatvorsorge führen am Ende schnell zu finanziellen Engpässen, mahnen Experten.

Aufklärung über die Angebote und persönliche Beratung bleiben also unabdingbar. Eine zukunftsfeste Alterssicherung – je früher damit begonnen wird, umso besser – sollte auf mehreren Säulen stehen – gesetzliche Rente, private sowie betriebliche Altersvorsorge.

Die 11.000 Vermögensberater des BDV helfen hierbei mit einer persönlichen Beratung und einer maßgeschneiderten Finanzplanung.

 

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