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Vermögensberatung erreicht breite Bevölkerungskreise

Provisionsverbot würde Altersvorsorge gefährden

feb 17

Kompetente Gespräche zum Aufbau der Altersvorsorge funktionieren nur durch Vertrauen, Verantwortungsbewusstsein und eine hohe Qualifikation der Berater. Diesen Anspruch beherzigen unsere Mitglieder und praktizieren ihn jeden Tag viel tausendmal. Ideologische Diskussion führen in die Irre. Eine neue Studie enttarnt nun die Honorarberatung als ein Instrument, das im deutschen Markt für den Kunden weder finanziell attraktiv funktionieren noch alle Bevölkerungsschichten umfassen würde.

Die Rating-Agentur Assekurata Solutions hat diese imposante Studie erstellt. Unter dem Titel „Einfluss der Vermittlerregulierung auf die Private Altersvorsorge der Deutschen Bevölkerung“ untersuchen die Kölner Experten zusammen mit renommierten Wissenschaftlern (Fachhochschule Dortmund und Universität Köln), wie sich regulatorische Maßnahmen, speziell ein Provisionsverbot bei der Vermittlung von Versicherungen, auf die Struktur der Berater und somit auch auf die Versorgung der Verbraucher mit privater Altersvorsorge auswirken würde.

Die eindrucksvollen Ergebnisse dieser empirischen Arbeit haben kürzlich Spitzenvertreter des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV) in Brüssel hochrangigen EU-Abgeordneten präsentiert, unter anderem Markus Ferber. Der CSU-Politiker gehört zu den Schwergewichten im Europäischen Parlament. Als stellvertretender Vorsitzender des Wirtschafts- und Währungsausschusses regelt er die Gesetze für milliardenschwere Geschäfte auf dem Kontinent. Jetzt ist der Finanzexperte alarmiert: „Ein Provisionsverbot hätte in Deutschland gravierende Folgen, das zeigt die Studie sehr deutlich. Die Zahl der hauptamtlichen Vermittler würde sich halbieren, Altersarmut droht vor allem bei den Geringverdienern. Dies darf nicht passieren. Das Europäische Parlament hat in seiner Versicherungsvermittlerrichtlinie ausdrücklich das Nebeneinander von Honorar- und Provisionsberatung bestätigt.“

Die Gespräche in der EU-Zentrale fanden vor dem Hintergrund statt, dass sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene derzeit die Umsetzung der Versicherungsvermittlerrichtlinie IDD stattfindet beziehungsweise rechtliche Auslegungen beschlossen werden. Die IDD (englisch: Insurance Distribution Directive) wird auf Jahre hinaus die Arbeit der Vermögensberater in ganz Europa beeinflussen.

Der BDV achtet aus diesem Grund in Brüssel und Berlin darauf, dass falsche Weichenstellungen verhindert werden. Neben Ferber traf der BDV in Brüssel auch den CDU-Europaabgeordneten Dr. Werner Langen. Langen ist Berichterstatter des gesamten Parlaments für die IDD – er verhandelt mit den anderen europäischen Institutionen wie der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten als auch mit den immer wichtiger werdenden Aufsichtsbehörden wie der EIOPA. Auch Langen sagt: „Die Studie zeigt sehr deutlich, dass vor allem in Deutschland ein Provisionsverbot nachteilige Folgen hätte. Das Absicherungsniveau der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge fällt sehr viel niedriger aus als in den Niederlanden oder Großbritannien, wo bereits ein Provisionsverbot erlassen wurde. Wir sind in Deutschland weiter auf die eigenverantwortliche Altersvorsorge angewiesen, und ich als Berichterstatter habe auch immer sehr viel Wert auf ein Nebeneinander der Vergütungssysteme gelegt.“ Kurzum: Ohne Provisionsberatung droht Altersarmut in breiten Bevölkerungsschichten.

Dies ist eine der großen Stärken der Studie (unter anderem auch einsehbar unter www.assekurata-solutions.de): Die Autoren können klarmachen und belegen, dass in Deutschland das Vertrauen in die Provisionsberatung sehr hoch ist. Mit 43 Prozent erhält das Provisionssystem eine breite Zustimmung weit vor dem Abschluss im Internet oder der Honorarberatung. Die Studie bescheinigt den Deutschen ein „ungebrochenes großes Vertrauen“ in das Provisionssystem, schreibt die „versicherungswirtschaft-heute.de“. So funktioniert die eigenverantwortliche Altersvorsorge.

Die deutschen Europaabgeordneten empfanden die Gespräche mit den BDV-Repräsentanten als nützlich und hilfreich für ihre weiteren Gespräche, so der allgemeine Eindruck.

Michael Theurer (auch FDP-Präsidiumsmitglied) fühlt sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass Deutschland in Bezug auf die Alterssicherung nicht so einfach gleichzusetzen sei mit anderen Ländern: „Die Studie zeigt sehr gut auf, dass die Ausgangslage für die Regelungen der Versicherungsvermittlung in Deutschland, Niederlande und Großbritannien sehr unterschiedlich sind. Wenn ein Provisionsverbot wie in Großbritannien dazu führt, dass in der freien Wirtschaft bei den Versicherungsvermittlern Jobs wegfallen, die dann später vom Staat wieder eingerichtet werden, dann ist das mindestens kontraproduktiv. Ich plädiere für Deutschland nachdrücklich für ein Nebeneinander der Vergütungssysteme.“

Die 751 europäischen Abgeordneten aus den 28 EU-Mitgliedsstaaten bestimmen inzwischen maßgeblich die Rechtslage für die mehr als 500 Millionen EU-Bürger mit. Erkenntnis der BDV-Gespräche in Brüssel: Mit Fakten lässt sich argumentieren!

 
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