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Vorsicht Renten- kasse, die Baby- boomer kommen!

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Die Rücklagen der deutschen Rentenkasse betrugen im Dezember 2013 rund 32 Milliarden Euro. Eine kaum vorstellbare Größe für die meisten Menschen. Doch im System der Rentenversicherung nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Diese Rücklagen der Rentenkasse reichen gerade mal für annähernd 2 Monatsausgaben.
Im Herbst 2013 wurde diskutiert, die „prall gefüllten“ Kassen der Rentenversicherung zur Senkung des Beitragssatzes zu nutzen. Doch durch die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung vereinbarte abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren sowie den Veränderungen bei der Mütterrente und der Erwerbsminderungsrente, wird die Rentenkasse allerdings in der laufenden Legislaturperiode weiter belastet.

Bohl_305x229.jpgJährlich leistet der Bund aus seinem laufenden Haushalt seit Jahrzehnten einen Zuschuss zur Finanzierung der Renten, um z.B. die Belastungen der Rentenkasse durch die sog. Ostrentner oder durch die Anrechnung von Kindererziehungszeiten etc. zu mildern. In 2013 betrug dieser Zuschuss über 81 Milliarden Euro und ist damit seit Jahren eine der größten Ausgabenpositionen im Bundeshaushalt.
Mehr Leistungsempfänger, weniger Beitragszahler
Wenn die geburtenstarken Jahrgänge im Jahr 2030 ins Rentenalter kommen, belasten diese nicht nur die Rentenkassen. Sie fallen gleichzeitig als Beitrags- und Steuerzahler aus. Kamen im Jahr 2000 noch 4,1 Beitragszahler auf einen Rentner, sind es im Jahr 2030 nur noch 2,2 Beschäftigte, die rein rechnerisch einen Rentner finanzieren müssen.

Und außerdem: Diese Rentnerinnen und Rentner leben auch länger als frühere Generationen. Betrug die durchschnittliche Rentenbezugsdauer in Westdeutschland um 1960 noch 9 Jahre, hatte sie sich 2012 bereits auf 19 Jahre mehr als verdoppelt. Bis 2030, wenn die Babyboomer in Rente gehen, soll sie um weitere zwei bis drei Jahre steigen. Für die Menschheit ein Segen – für das Rentensystem eine große Herausforderung.

Grafik-Babyboomer_305x229.jpgWas bleibt ?
Der Generationenvertrag ist an die Grenzen der Finanzierbarkeit gelangt. Zukünftige Rentner können sich zwar mit ihrer Wahlmacht gegen Rentenkürzungen stellen, denn ab 2040 ist bereits fast jeder 3. Deutsche älter als 60 Jahre. Die Beiträge und damit die Belastung für die jüngere Generation lassen sich allerdings - auch mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft - nicht unendlich steigern.

Ähnliches gilt auch für den Bundeszuschuss – schon allein wegen der Schuldenbremse. Steuererhöhungen sind auch nicht vorgesehen und vom Wähler – wie wir gerade gesehen haben – auch nicht gewünscht. Also: Eine weitere Absenkung des Rentenniveaus muss daher sehr wohl befürchtet werden. Vor allen Dingen wird die Rente der Zukunft nicht mehr die Sicherung des bisherigen Lebensstandards sein, sondern nur noch die Absicherung der Existenz leisten können.

Selbst vorsorgen statt Altersarmut
Wer später mehr möchte als das bloße Existenzminimum, dem bleibt nur: Zusätzlich zur umlagefinanzierten gesetzlichen Rente mit einer kapitalgedeckten Lösung privat vorsorgen. Nur so kann er ganz persönlich Altersarmut vermeiden.

Friedrich Bohl, Vorsitzender des BDV

 
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