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Zukunftsforum Gesundheit

Zukunftsforum Gesundheit in Hamburg

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Hochkarätiges Forum beim Bundesverband Deutscher Vermögensberater diskutiert Entwürfe zur Gesundheitsreform.

1973 gegründet ist unser  Bundesverband nicht nur der älteste, sondern zugleich auch der größte Interessenverband für Vermögensberater in Deutschland. Unsere Mitglieder - allesamt selbstständige Unternehmerinnen und Unternehmer - beraten ihre Kunden nach dem von unserem  Gründer und Vorstandsvorsitzenden, Dr. Reinfried Pohl, schon zu beginn der 70er Jahre konzipierten und seither kontinuierlich weiterentwickelten Allfinanzkonzept.

Mit unserer neuen Veranstaltungsreihe "Zukunftsforum" setzen wir darauf, unsere Verbandsmitglieder über aktuelle Fragen zu informieren und gleichzeitig auch Signale in die Politik zu geben. Zum Auftakt ging es dann auch gleich um ein aktuelles heißes Eisen, bei dem unsere 6.500 Verbandsmitglieder mehr als nur ein Eisen im Feuer haben: Die Pläne zur Reform des Gesundheitswesens und die immer wieder auftauchenden "Arbeitspapiere" aus dem Bundesgesundheitsministerium hierzu.

2006-Gesundheit-2Auf dem Podium des Berufsbildungszentrums Hamburg sprachen vor rund 170 begeisterten Vermögensberaterinnen und -beratern  Prof. Dr. Bert Rürup, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Zöller, MdB und Verhandlungsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Sachen Gesundheitsreform, Daniel Bahr, MdB und Gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Willi Alfter, Vorstandsvorsitzender der Central Krankenversicherung und Friedrich Bohl, stellvertretender BDV-Vorsitzender und Bundesminister a.D..

Zündstoff gab es genug, wie auch Ulrike Sosalla, Moderatorin der Diskussion und Gesundheitsexpertin in der Parlamentsredaktion der Financial Times Deutschland, schnell feststellen konnte: Das gegenwärtige Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung (Prof. Rürup: "Ökonomisch nicht zu begründen!"), die geplante Aufspaltung aller laufenden und neuen Verträge in der privaten Vollkrankenversicherung in einen Basistarif (der etwa die Leistungen der gesetzlichen Kassen abdeckt) und in eine Zusatzversicherung, Kontrahierungszwang für eben diesen Basistarif, zehnjährige Übergangsfrist für die Portabilität von Altersrückstellungen und und und. Sollten die Umbaupläne wirklich umgesetzt werden, kämen auf die privat Krankenversicherten drastische Kostenerhöhungen von bis zu 36,5% zu. Und keiner der Anwesenden konnte sich ernsthaft vorstellen, dass derartige Überlegungen tatsächlich an der Ministerin vorbei lanciert worden seien.

2006-Gesundheit-3Für MdB Bahr eine klare Sache: "Was da vorgelegt wurde, kommt einer Bürgerzwangsversicherung gleich. Die private Krankenversicherung soll aus dem Geschäft gedrängt werden."

Nun war die Bahrsche Aussage dann doch eine, die Willi Alfter und die Verbandsmitglieder zunächst beunruhigte.

Aber MdB Zöller traf den Nagel auf den Kopf: "Diese Pläne, die das Bundesgesundheitsministerium in den letzten Tagen der Presse zugespielt hat, sind Hirngespinste." Das jetzige Papier werde mit der CDU/CSU nicht realisiert werden können - das sei so sicher "wie das Amen in der Kirche." Eine gute Nachricht für die Verbandsmitglieder, beraten sie ihre Kunden doch tagtäglich auch in Tausenden von Beratungsgesprächen zu allen Fragen rund um die private Krankenversicherung.

2006-Gesundheit-4Willi Alfter, seit 45 Jahren Kämpfer für die private Krankenversicherung, vehement: "Die private Krankenversicherung ist und bleibt das für unser Land bessere System. Und an den Markt angepasste Tarife sind für uns überhaupt kein Problem - wenn der Gesetzgeber endlich die Rahmenbedingungen festlegen würde, könnten wir auch entsprechend arbeiten. Da, wo man uns lässt, sind wir erfolgreich."

Das Zukunftsforum Gesundheit unseres Verbandes in Hamburg war ein voller Erfolg - auch auf politischer Ebene. Die Aussagen von MdB Zöller waren in den Folgetagen für Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt Grund genug, im Streit zwischen den Koalitionsparteien zurückzurudern. Die Umsetzung der Reform wurde nach dem Machtwort von Angela Merkel zunächst verschoben.

2006-Gesundheit-5Den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages wurde im Nachgang der Veranstaltung inzwischen unser Positionspapier zur Gesundheitsreform, das Friedrich Bohl in Hamburg in Auszügen schon vorstellte, zugeleitet. Nun setzen wir mit unseren Verbandsmitgliedern darauf, dass man die Verschiebung der Reform in Berlin noch intensiv nutzt, um das Schlimmste zu verhindern und eine handwerklich saubere Reform zustande bringt, die ihren Namen auch verdient.

Unsere Mitglieder finden als Service das Positionspapier auf der internen Mitgliederseite als PDF-File zum Ausdrucken.

 
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