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Transparenz für alle Marktteilnehmer

Wie Vergleichsportale wirklich Geld verdienen und warum das persönliche Gespräch nicht zu ersetzen ist
 

Gibt es Versicherungsprodukte für die man keine Beratung benötigt? Funktioniert Altersvorsorge ohne tiefgehende Analyse? Wir vom BDV und unsere Mitglieder werden diese Fragen immer mit einem klaren Nein beantworten. Vermögensberatung beruht aus unserer Sicht auf einer seriösen Analyse der Lage und einer klugen individuellen Angebotsform. Das Fachwissen unserer Vermögensberater zahlt sich für den Kunden aus. Dabei gehen wir mit der Zeit, und alle Neuerungen, die das digitale Zeitalter mit sich bringt, fließen in unsere tägliche Arbeit ein. Doch die Online-Welt produziert Ungleichheiten, die es gilt aufzuzeigen, und die in den vergangenen Wochen auch vermehrt von Medien, Experten aus der Branche und der Politik aufgezeigt wurden.

Auf der Suche nach einer günstigen Kfz-Versicherung oder einer Haftpflicht für den Sohn, der in einer neuen Stadt ein Studium beginnt, landen Interessierte immer wieder bei sogenannten „Vergleichsportalen“. „Hier check ich alles“, so lautet ein bekannter Slogan. Doch allein der Begriff führt schon in die Irre. „Alle großen Portale geben sich betont objektiv“, sagt Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). „Sieht man jedoch genauer hin, ist das Verbrauchertäuschung. Denn die Portale verdienen ihr Geld nicht mit dem Preisvergleich, sondern wenn ein Produkt über ihre Seite verkauft wird.“

Hohe Summen werden dort verlangt, ohne dass dies dem Kunden bewusst wird. Die Monopolisten sind nicht offen. „Gefährliche Verbraucherfallen“ nennt das auch der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute. Das Thema hat die Medien erreicht. „Spiegel online“ sieht keine „neutralen Vermittler, sondern vorgetäuschte Transparenz“. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ titelte ihren Artikel sogar mit „Die Tricks der Vergleichsportale“, als sich der Autor mit komplizierten Werbeaktionen befasste.

Rund jeder zweite Internetnutzer hat schon einmal ein Vergleichsportal genutzt, um Preise für Produkte zu überprüfen. Die Portale im Internet versprechen einen umfassenden und objektiven Vergleich. Doch diesen Anspruch erfüllen sie nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der VZBV über fünf große Vergleichsportale beim Institut für Finanzdienstleistungen (iff) in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis: Bei keinem Portal ließ sich nachvollziehen, ob der Produktvergleich den Markt vollständig abbildet. Bei drei der untersuchten Portale wurden ausschließlich Produkte angezeigt, zu deren Anbietern das Portal eine Geschäftsbeziehung hat. Die Ergebnisse der Studie zeigen Handlungsbedarf auf. Der VZBV fordert klare Kriterien zur Sicherung der Objektivität von Online-Produktvergleichen bei Finanzdienstleistungen.

Unser Vorsitzender kämpft für die Interessen des Verbandes und seiner engagierten Mitglieder. Dies bedeutet für den früheren Chef des Bundeskanzleramts vor allem Einsatz gegen Ungleichbehandlung. Friedrich Bohl sagt: „Onlineportale dürfen nicht den Eindruck erwecken wollen, reine neutrale Vergleichsplattformen zu sein, wenn sie tatsächlich aber vermittelnd tätig werden und dafür auch eine Vergütung erhalten. Der Vermittlerstatus muss dann für den Kunden deutlich – und auch ohne technische Umwege – auf erste Sicht erkennbar sein. Insofern bin ich erstens sehr dafür, dass ein Vergleichsportal dieselben gesetzlichen Vorgaben einhalten muss wie jeder andere Gewerbetreibende nach dem Vermittlerrecht auch. Und zweitens glaube ich, dass der Leitsatz “Menschen brauchen Menschen“ mehr denn je stimmt. Altersvorsorge zum Beispiel ist immer auch eine Vertrauensfrage, denn gerade unsere Vermögensberater erstellen nach intensiven Beratungsgesprächen ein individuelles Profil für den Kunden und stehen für Qualität und Beständigkeit.“

Die Politik hat das Problem erkannt. Alexander Radwan, CSU-Finanzexperte im Deutschen Bundestag, findet: „Es darf nicht sein, dass Vergleichs- und Maklerportale innerhalb weniger Minuten dem Kunden ein Versicherungsprodukt vermitteln, für das man keine Beratung braucht. Jeder muss sich an bestimmte Regeln halten. Aus diesem Grund finde ich es gut, dass wir kürzlich ein neues Gesetz zum Versicherungsvertrieb verabschiedet haben, das Transparenz für alle Formen des Vertriebs vorschreibt.“

Beim Abschluss einer Versicherung kann man Fehler machen. Nachvollziehbar ist, dass der Kunde sich so knapp wie möglich informieren und so wenig Geld wie möglich investieren will. Doch Versicherung bedeutet Risikoübernahme, so auch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Und Risiken verändern sich immer wieder im Verlaufe eines Lebens. Für ältere Menschen treten Themen wie Pflege oder Mobilität in den Vordergrund, junge Eltern wollen Kinder und Jugendliche absichern. Diese Veränderungen und die notwendigen Anpassungen können Zahlen in Vergleichsportalen nicht leisten. Diesen Vorteil bieten nur gut ausgebildete und seriöse Vermögensberater.

 

 
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