Vom Zeitsoldaten zum erfolreichen Vermögensberater


Wenn Sergej Wiens seine Berufslaufbahn beschreibt, dann benötigt er nicht viele Worte: Acht Jahre Soldat beim Gebirgsaufklärungsbataillon in Füssen, dann Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und seitdem Vermögensberater bei der Deutschen Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG. Als der Oberbayer aus dem idyllischen Voralpenland südlich von München im Jahr 2002 die Realschule beendet hatte, ging er als Zeitsoldat zur Bundeswehr und die Karriere schien vorgezeichnet. Nach der Lehre zum Fluggeräteelektroniker sollte die Technikerschule in München folgen, der Eintritt in die Feldwebellaufbahn stand im Raum.

Doch Ende 2010 erfolgte der große Wechsel: Ein Freund sprach ihn auf die interessante Tätigkeit als Vermögensberater an und da „mich das Thema Geld schon immer interessierte“ (so Wiens), folgte der große Schritt vom Dienstverhältnis mit gesichertem Einkommen beim Staat in die Selbstständigkeit. Der heute 34jährige Familienvater ist mit der Entscheidung nach wie vor sehr glücklich und sagt: „Ich habe diese Entscheidung noch nie bereut.“

Was mit acht Kunden und Verträgen im Bekanntenkreis begann, entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte. Heute betreut Wiens 565 Kunden und schaut auf 1574 von ihm abgeschlossene Verträge. Sergej Wiens‘ Weg steht stellvertretend für viele Mitglieder im Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV). Der BDV schätzt die Lebenserfahrung und Vorbildung von Zeitsoldaten. Vorsitzender Friedrich Bohl sagt: „Aus ihrer bisherigen Tätigkeit wissen ehemalige Soldaten, was es heißt, vorausschauend zu handeln, Entscheidungen zu treffen, Hindernisse zu überwinden und Strategien zu entwickeln. Sie können für sich und andere Verantwortung tragen, Menschen führen und Vorbild sein. Dabei haben sie ein klares Ziel vor Augen und behalten das große Ganze im Blick.“

Vermögensberater Sergej Wiens findet seine vorangegangene Ausbildung bei der Bundeswehr absolut positiv für seine Vermögensberatertätigkeit: „Die Bundeswehr härtet ab. Du lernst, Deinen Willen durchzusetzen und hartnäckig zu bleiben.“ Auch Menschenführung gehöre zur Lernkurve: „Vor 100 Neuankömmlingen musst Du Dich hinstellen und die Dinge erklären.“ Zusammenhänge erläutern, Produkte vorstellen und Menschen an die Hand nehmen – den Dreiklang beherrscht er durch die Lebenserfahrung bei der Bundeswehr perfekt.

Doch die Anfänge, so sagt Wiens selber, waren nicht nur durch Euphorie und Begeisterung für die neue Aufgabe geprägt. „Natürlich gab es Ängste und Sorgen beim Schritt in die Selbstständigkeit“, so sagt er. Doch der BDV erwies sich als starker Partner in dieser Zeit. Wiens absolvierte seine Ausbildung zum Kaufmann in der Direktion in Aldersbach in Niederbayern und das Übergangsgeld durch die Bundeswehr sicherte seinen Einstieg ab. Am BDV schätzt der Ex-Soldat ganz besonders die Informationen über aktuelle Themen der Versicherungs- und Finanzwelt sowie über die laufenden Gesetzgebungsverfahren in Berlin und Brüssel in diesem Sektor.

Was bedeutet ihm bei der täglichen Arbeit besonders viel? „Die freie Zeiteinteilung in der Selbstständigkeit. Ich gehe jeden Tag gerne ins Büro. Aber ob ich schon vorher joggen war oder am Abend mir Zeit für die Familie nehme, das bleibt mir und meiner Verantwortung überlassen. “Dies habe er auch bei der Bundeswehr gelernt: Einen klaren Tagesplan erstellen.“

Sergej Wiens schaut mit Optimismus und Freude auf seine zukünftigen Berufsjahre. „Es macht viel Spaß, gute Arbeit zu leisten und dann von seinen Kunden weiterempfohlen zu werden. Ich lebe von Empfehlungen.“

Der junge und erfolgreiche Vermögensberater hofft darauf, dass ihm die politischen Vorgaben aus Berlin und Brüssel die Arbeit in den kommenden Jahren nicht zu sehr erschweren. Sollten dennoch Hindernisse drohen, so hat er im BDV stets einen starken Partner, der ihm mit „Rat und Tat“ zur Seite steht.

Abschließend noch einige Fragen an den Praktiker:

BDV: Wie planen Sie Ihre Arbeitswoche?

Wiens: Ich plane etwa zwei Wochen im Voraus. Was ich sehr schätze an der Selbstständigkeit als Vermögensberater ist die freie Zeiteinteilung zwischen Beruf und Privatleben. Meine Arbeit muss erledigt werden, aber den Wochenplan hierfür kann ich selbst bestimmen.

BDV: Hat sich durch das Internet Ihre Arbeit verändert?

Wiens: Ich arbeite immer auf dem neuesten technischen Stand. Das iPad ist natürlich ein wichtiger Bestandteil. In meinen Kundengesprächen stelle ich auch häufig schon eine gewisse Grundinformation fest. Es wird sich vorab auch schon über das Internet informiert. Dennoch suchen und schätzen die Kunden den persönlichen Ansprechpartner. Somit hat nach wie vor der Satz von Dr. Reinfried Pohl, dem Gründer des BDV, „Menschen brauchen Menschen“ seine Gültigkeit. Die persönliche Betreuung des Kunden ist enorm wichtig. Und wenn diese funktioniert, dann empfiehlt der Kunde mich auch in seinem Bekanntenkreis.

BDV: Herr Wiens, welche Themen beschäftigen Ihre Kunden im Moment ganz besonders?

Wiens: Die Absicherung bei Berufsunfähigkeit ist ein großes Anliegen. Aber auch die Krankenversicherung und die Private Altersvorsorge stehen auf der Themenagenda nach wie vor ganz oben.

BDV: Wenn Sie die Uhr noch einmal zurückdrehen könnten, würden Sie den Weg als Vermögensberater erneut einschlagen?

Wiens: Ja, unbedingt! Wie schon gesagt, ich habe bis heute meine Entscheidung, Vermögensberater zur werden, nicht bereut. Ich habe eine wichtige und sinnvolle Aufgabe gefunden – für den Einzelnen, die Familie und für die Gesellschaft als Ganzes.

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