Fachlicher Austausch, politisches Themensetting und entspanntes Networking – auch der 18. Parlamentarische Abend des Bundesverbandes Deutscher Vermögensberater (BDV) in der Hauptstadt Berlin stand unter diesem spannenden Dreiklang. Mitglieder der Bundesregierung, zahlreiche Bundestagsabgeordnete aus Regierung und Opposition, Ministerialbeamte, Wirtschaftsrepräsentanten und Verbandsvertreter trafen sich in der Parlamentarischen Gesellschaft mit Blick auf Reichstag und Spree zu diesem Top-Event.
BDV-Verbandsvorsitzender Dr. Helge Lach unterstrich in seiner Begrüßungsrede noch einmal die Bedeutung der Arbeit von 15.000 BDV-Mitgliedern mit sieben Millionen Kundinnen und Kunden und 400.000 Anträgen monatlich: „Wir kümmern uns um dieses Land, wir kümmern uns um die demografische Herausforderung und die gesellschaftlichen Probleme, die sich daraus ergeben.“ „Im Großen und Ganzen zufrieden“ zeigte sich Dr. Lach mit den neuen Weichenstellungen im Altersvorsorgereformgesetz und ganz generell in der deutschen Rentenpolitik. „Die Kernprobleme der Riester-Rente sind gelöst, die Zulagensystematik ist einfacher geworden, Verwaltungskosten werden sich reduzieren.“
„Eindringlich mahnte er jedoch ein „level-playing-field“ im Wettbewerb mit neuen Anbietern an und warnte vor Angeboten, die mit Nullkosten für den Kunden falsche Anreize setzten. „Die seriöse und kompetente Beratung unserer Mitglieder muss weiter wertgeschätzt und honoriert werden.“
Der Ehrengast des Abends, Fritz Guentzler, Finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, würdigte zu Beginn die Arbeit des BDV in Berlin. „Sie vertreten Ihre Interessen, ich höre zu und spreche mit Ihnen, und wir brauchen sie auch, um die Menschen in diesem Land zu erreichen.“ Denn Deutschland, so zog der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Niedersachsen dann die großen Linien, stehe vor immensen Herausforderungen – demografisch, geopolitisch und wirtschaftlich. Güntzler mahnte vor allem Schritte an, die wirtschaftliches Wachstum erzeugten. Geld aus dem Infrastrukturfonds und Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit setzten da die ersten richtigen Akzente, doch die Wirtschaftspolitik müsse klaren Kurs halten und endlich aufhören, über die Aufnahme von Schulden, die politischen Reformen zu vergessen. Der gelernte Wirtschaftsprüfer und Steuerberater äußerte sich optimistisch zu den eingeleiteten Weichenstellungen in der Finanz- und Rentenpolitik; „Wir brauchen einen wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt und das geht ab dem kommenden Jahr richtig los. Wir machen Sparer zu Investoren.“ Der Spitzenpolitiker aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mahnte und lobte mit Blick auf die Zukunft: “Deutschland ist ein Restrukturierungsfall, aber es ist auch gut, in diesem Land zu leben. Bitte helfen sie als BDV mit, dass es so bleibt.“
Die politische Debatte des Abends endete mit einem spannenden Setting. Dr. Carsten Brodesser, Obmann der CDU/Fraktion im Finanzausschuss und ebenfalls Mitglied des Parlamentarischen Beirates des BDV, klinkte sich noch in die Diskussion ein, stellte sich aber auch den Fragen der Praktiker aus den Reihen des BDV. Staat und Markt, Finanzielle Bildung und Wertschätzung der Beratung – das waren die Themen, die der CDU-Finanzexperte im Dialog mit den Verbandsvertretern hervorhob. Sein Credo: „Die Mehrheit der Menschen wollen Sicherheit, aber wir müssen auch dem Markt eine Chance geben.“
Umfassend versorgt mit Zahlen, Daten und Fakten starteten die Gäste nach dem offiziellen Teil des Abends den persönlichen Austausch. Die Geschäftsführer des BDV, Lutz Heer und Katja Dieffenbach-Rilk, wurden zu gefragten Gesprächspartnern wie auch die stellvertretenden Vorsitzenden Dirk Courté, Aleksandar Mitov, Alexandra Nussbaum, Stephan Schindler, Gerlinde Wagner und Tim Wolff. Die Mitglieder des Parlamentarischen Beirats, die grünen Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Armin Grau und Stefan Schmidt, sorgten ebenso wie die Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages und Ex Familienministerin Lisa Paus dafür, dass der Abend auch überparteilich gestaltet wurde.
Anna Aeikens, stellvertretende Vorsitzende der Jungen Gruppe in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, war zum ersten Mal dabei und sofort begeistert. Die Agrarökonomin machte im Gespräch mit Vertretern der BDV-Fördermitglieder deutlich, dass sie der Privaten Altersvorsorge eine hohe Bedeutung zumesse: „Die Private Altersvorsorge ist ein wichtiger Baustein für Freiheit und Flexibilität im Alter. Daher ist jede Investition, je früher, desto besser, eine Investition in ein flexibles und gesichertes Rentendasein.“ Einig war sich das Trio aus Politik und Wirtschaft, dass der Beratung durch die 15.000 Mitglieder des BDV für die individuelle Gestaltung der Investition eine immense Bedeutung zukomme. Und den Optimismus unserer Vermögensberater gibt es noch „obendrauf“, ergänzte BDV-Vorstand Stephan Schindler.
Die BDV-Spitze freute sich auch über den Besuch von weiteren Spitzenpolitikern wie Verkehrsminister Steffen Bilger, dem Parlamentarischen Staatssekretär und Vorsitzenden der hessischen Landesgruppe der Union Michael Brand, dem ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen Dr. Florian Toncar sowie JU-Chef und BDV-Beiratsmitglied Johannes Winkel – zugleich neuer stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU Fraktion.
Mit dabei waren selbstverständlich auch Vertreterinnen und Vertreter unserer Fördermitglieder aus Allianz Global Investors, Deutsche Bausparkasse Badenia, Deutsche Vermögensberatung, DWS-Group und Generali.
Wir freuen uns schon auf den Parlamentarischen Abend 2027…
Foto: Tobias Koch
